Vergangenheit, Zukunft und die verrückte Zeit dazwischen

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  • Was Murmel-Rennen über die mediale Inszenierung von Sport verraten

    Am Anfang jed­er Woche warten wir voller Vor­freude auf das neue Seg­ment aus Last Week Tonight, ein­er amerikanis­chen Show irgend­wo zwis­chen Frontal 21, Böh­mer­mann und heute Show. Let­zte Woche ging es um den Sport in Zeit­en von Coro­na, ein The­ma, in dem Deutsch­land mit dem Re-Start der Fußball-Bun­desli­ga und jet­zt wohl auch mit dem Final­turnier…

  • Magic the Gathering und Mathematik

    Mit Math­e­matik kann man ein­fach alles analysieren, wie ein sehr span­nen­der Artikel von Manon Bischoff auf spektrum.de zeigt: Mag­ic: The Gath­er­ing: Das kom­plex­este Spiel von allen. Aus­gangspunkt war dabei die Frage, ob die Kom­plex­ität des Sam­melka­rten­spiels Mag­ic the Gath­er­ing mit der Kom­plex­ität ander­er Spiele ver­gle­ich­bar ist, oder ob es beson­ders kom­plex ist. Kom­plex­ität bedeutet in…

  • Schleichende Radikalisierung

    Der Ter­ro­ran­schlag in Christchurch war wahrschein­lich das erste große Atten­tat, das voll­ständig in die Logik „des Inter­nets“ und der sozialen Medi­en einge­bet­tet war. Es richtete sich nicht unmit­tel­bar gegen die Opfer, son­dern war eine Per­for­mance vor dem glob­alen Pub­likum. Es sollte Gräben ver­tiefen und Men­schen auf­s­tacheln. Diese Logik der Gewalt und des Ter­ror­is­mus im „Inter­net“…

  • Der Klimawandel bringt mehr als nur steigende Meeresspiegel

    Dass wir uns Schritt für Schritt auf eine Kil­makatas­tro­phe zube­we­gen, ist in den let­zten Monat­en in erster Lin­ie dank der engagierten Fri­day­For­Future-Demostra­tio­nen mal wieder stärk­er in das öffentliche Bewusst­sein gerückt. In einem gle­icher­maßen beein­druck­enden wie bedrück­enden Essay zeigte der Jour­nal­ist David Wal­lace-Wells schon 2017 auf, was der weltweite Anstieg der Durch­schnittstem­per­a­turen tat­säch­lich bedeutet, denn „Ich…

  • Bildung und die Illusion der Meritokratie

    Vor ein paar Wochen sorgte in den USA ein Skan­dal um gekaufte Stu­di­en­plätze für Wirbel. Dabei wurde deut­lich, wie tief die Mech­a­nis­men, die ökonomis­che Ungle­ich­heit repro­duzieren, mit­tler­weile in unser­er mod­er­nen „west­lichen“ Gesellschaft ver­ankert sind, und wie ungerecht unser Sys­tem Leben­schan­cen und ökonomis­che Ressourcen verteilt. Jen­nine Capó Crucet, die als erste in ihrer Fam­i­lie ein Studi­um…

  • Wie war das mit der Aufklärung  und der Freiheit?

    etzte Woche habe ich mich aus­führlich mit der Diskus­sion um das neue Buch von Steven Pinker beschäftigt. Jet­zt bin ich auf eine weit­ere sehr inter­es­sante Besprechung von John Gray gestoßen, der das ideen­his­torische Fun­da­ment von Pinkers Argu­men­ta­tion in Zweifel zieht. Kurz gesagt, argu­men­tiert Pinker, dass der zunehmende Fokus auf die Wis­senschaft, die Frei­heit des Einzel­nen…

  • Von Statistiken und der Erzählung des globalen Fortschritts

    Zahlen sind ver­führerisch. Wenn sie ein­mal erhoben und geschrieben sind, erscheinen sie objek­tiv und unver­rück­bar. Damit wer­den sie zu einem Anker in gesellschaftlichen Diskus­sio­nen. Sie helfen uns, die Welt zu ver­ste­hen. Doch selb­st gut gemachte Sta­tis­tiken müssen immer noch inter­pretiert wer­den, damit sie eine Bedeu­tung bekom­men. Wie das schief gehen kann, zeigt ein aktuelles Beispiel…

  • Das Individuum ist „Gott“

    Im ersten Artikel dieser Rei­he habe ich mich damit auseinan­derge­set­zt, wie der britis­che Evo­lu­tion­s­the­o­retik­er Richard Dawkins ver­sucht, die Nicht-Exis­tenz Gottes zu beweisen. Jet­zt stellt sich aber die Frage: Was nun? Was bedeutet es, wenn Gott nicht existiert und welche Kon­se­quen­zen soll­ten wir daraus ziehen? Ein­fach alle Ref­eren­zen aus dem öffentlichen Leben tilgen, Reli­gion zur Pri­vat­sache…

  • Das Leben als Frau und das Leben als Mann

    Dass Män­ner und Frauen in unser­er Gesellschaft unter­schiedlich behan­delt wer­den, ist mit­tler­weile glück­licher­weise unum­strit­ten. Einen ganz beson­deren Blick auf diese Unter­schiede haben trans­sex­uelle Men­schen, die in ihrem Leben bei­de Seit­en am eige­nen Leibe erfahren. Tara Bahram­pour hat für einen Artikel in der Wash­ing­ton Post – Cross­ing the Divide – mit vier sehr unter­schiedlichen (Trans-)Männern darüber…

  • Professor*innen sollten mehr denken können und weniger managen müssen

    Cal New­port selb­st wen­det die Ideen aus seinem Buch Dig­i­tal Min­i­mal­ism auch auf den Bere­ich der Uni­ver­sitäten und Hochschulen an. Die wichti­gen Aspek­te in seinem Artikel Is Email Mak­ing Pro­fes­sors Stu­pid? lassen sich aber auch auf andere Bere­iche der Wis­sensar­beit anwen­den. So sieht New­port Professor*innen, die eigentlich viel Zeit damit ver­brin­gen soll­ten, über Ihre eige­nen…

  • Was Studierende über das Wissen denken [Vortragsnotizen]

    Auch wenn es sel­ten expliz­it gemacht wird, ste­ht ein Begriff im Zen­trum des Lebens an der Hochschule: „Wis­sen“. Deswe­gen wid­me­ten sich Brigitte Röm­mer-Nossek, Fra­no P. Ris­mon­do und Eri­ka Unter­per­tinger von der Uni­ver­sität Wien der Frage, was Studierende eigentlich über das „Wis­sen“ denken und wie diese per­sön­lichen Epis­te­molo­gien in die Ver­mit­tlung wis­senschaftlichen Denkens und Schreibens einge­bun­den…

  • Ist Fortnite das neue soziale Netzwerk?

    Das Gam­ing-Phänomen des let­zten Jahres ist mit Sicher­heit Fort­nite. Der Team-Third-Per­son-Craft­ing-Bat­tle-Roy­al-Shoot­er bindet die Massen auf Twitch und ist eines DER The­men auf dem Schul­hof. Doch was macht eigentlich die Fasz­i­na­tion dieses Spiels aus, das Massen an Kindern und Jugendlichen so begeis­tert? Einen äußerst span­nen­den Aspekt bringt Owen Williams in einem Charged-Artikel auf den Punkt: „Fort­nite…

  • Gott hat nie existiert. Aber was heißt das?

    Mit dem Aufkom­men der wis­senschaftlich-empirischen Methodik ent­stand die Erwartung, Behaup­tun­gen über die Welt nicht dem „Glauben“ zu über­lassen. Es reichte also nicht länger, an die Exis­tenz eines Gottes zu glauben, diese muss vielmehr „nachgewiesen“ wer­den und sich wis­senschaftlich­er Skep­sis erwehren, die nur einen Gel­tungsanspruch zulässt: den empirischen Nach­weis. Der „Gotteswahn“ von Richard Dawkins Diese Argu­men­ta­tion…

  • Gott ist tot. Und jetzt?

    Wenn das Pro­gramm der Aufk­lärung die Ver­drän­gung der Reli­gion aus dem öffentlichen Leben war, ist ihr das am Anfang des 21. Jahrhun­derts her­vor­ra­gend gelun­gen. In Europa find­en wir nur Reste des ehe­ma­li­gen gesellschaftlichen und moralis­chen Zen­trums unser­er Welt. Aber nie­mand weiß, wie wir es schaf­fen, dass unsere Gesellschaft ohne den religiösen Kitt nicht in tausend…

  • Podcasts zur Selbstoptimierung als säkulare Religion?

    In den Vere­inigten Staat­en hat sich rund um einige Pod­casts zum The­ma der Pro­duk­tiv­ität und der Selb­stop­ti­mierung eine große Com­mu­ni­ty gebildet. Jede Episode von Tim Fer­riss, Joe Rogan oder Aubrey Mar­cus wird mil­lio­nen­fach ange­hört. Auf diese Weise wer­den Smooth­ies, Selb­stfind­ungstrips, Nahrungsergänzungsmit­tel und vieles mehr zum alltäglichen Bestandteil eines großen Teils der Gesellschaft. In einem Artikel…

  • Was bleibt, wenn alles „lustig“ und „ironisch“ ist?

    Wenn die Welt ernst ist, hil­ft es, mit ein wenig Humor dage­gen zu hal­ten. Doch was, wenn plöt­zlich alles nur noch „iro­nisch“ kom­men­tiert wird und es uns immer schw­er­er fällt, ern­sthafte The­men auch ern­sthaft zu disku­tieren? Diese Frage disku­tiert Brett McK­ay in seinem Pod­cast The Art of Man­li­ness mit dem Jeop­ardy-Seriengewin­ner Ken Jen­nings, der kür­zlich…

  • Fußball in der Krise?

    Fußball als beliebteste Sportart der Welt und Ersatzre­li­gion für hun­dert­tausende Men­schen zu beze­ich­nen ist eine Bin­sen­weisheit. Auch ich war Fußball­fan, bin es wahrschein­lich immer noch. Aber das Unbe­ha­gen mit dieser dif­fusen Mis­chung aus Sport und Unter­hal­tungs­mas­chine wächst. Und nicht nur bei mir, der ich als Kind des Ruhrge­bi­ets mit der mythis­chen Verk­lärung des Fußballs aufgewach­sen…

  • Objektivität moderner Wissenschaft ist eine soziale Konstruktion der westlichen Philosophie

    Die Idee, dass die Welt sich aus einem los­gelöst-objek­tiv­en „wis­senschaftlichen“ Blick betra­cht­en und let­ztlich auch kon­trol­lieren lassen kön­nte ist Aus­druck ein­er spez­i­fisch west­lichen Philoso­phie, wie Juilan Bag­gi­ni in seinem Buch How the World Thinks sehr ein­drück­lich her­ausar­beit­et: So unter­schei­det er zwis­chen weg­suchen­den Philoso­phien und wahrheitssuchen­den. Während klas­sis­cher­weise als „östlich“ beze­ich­nete Philoso­phien die Suche nach einem…

  • Podcast: Resonanz von Hartmut Rosa

    Span­nende Über­legun­gen zu der Art und Weise, wie wir Men­schen heutzu­tage “in die Welt gestellt sind”. Mit dem Begriff der “Res­o­nanz” als Gegen­be­griff zur “Ent­frem­dung” hat Hart­mut Rosa einen vielver­sprechen­den Aus­gangspunkt geliefert. Aber ja, es ist ein philosophisch-the­o­retis­ches Fach­buch und damit ohne Vor­wis­sen ver­mut­lich recht schw­er ver­daulich… Podcast-Episode zu dem Buch

  • : Religion for Atheists von Alain de Botton

  • Zweimal Fußball, zwei Songs und zwei Visionen der globalisierten Welt

    Zwis­chen der Fußball­welt­meis­ter­schaft in Frankre­ich 1998 und der Europameis­ter­schaft 2016 im sel­ben Land lagen nur 18 Jahre. Wie sehr sich die Idee ein­er gren­zen­losen Welt seit­dem verän­dert hat, lässt sich am Ver­gle­ich der bei­den offiziellen WM-/EM-Songs erken­nen: Der Song der WM 1998 kommt von den britis­chen Musik­ern Dario G und ist unter dem Titel „Car­naval…

  • Die Plagiatsdebatte hat der Vermittlung wissenschaftlichen Arbeitens einen Bärendienst erwiesen

    Vor ein paar Jahren waren Tech­niken wis­senschaftlichen Arbeit­ens in aller Munde: Promi­nente Poli­tik­er wie Karl-Theodor zu Gut­ten­berg und Annette Scha­van waren erwis­cht wor­den, wie sie in ihren Dok­torar­beit­en nicht aus­re­ichend sauber gear­beit­et hat­ten. Mit gravieren­den Kon­se­quen­zen: sie ver­loren nicht nur öffentlich­es Anse­hen son­dern auch Titel und Ämter. Die Debat­te fiel in die Zeit, in der…

  • Wissenschaftliches Schreiben als Handwerk

    Nach­dem ich mich jet­zt nicht „nur“ im Netz, son­dern auch haupt­beru­flich mit dem wis­senschaftlichen Arbeit­en und Schreiben in all seinen Facetten auseinan­der­set­ze, nutze ich die äußerst span­nende Blog­pa­rade von Natascha Miljkovic dazu, mal ein paar Gedanken zur Rolle wis­senschaftlichen Arbeit­ens und sein­er Ver­mit­tlung festzuhal­ten. Wis­senschaftlich­es Schreiben ist mehr als the­o­retis­che Über­legung und empirische Unter­suchung: Wis­senschaftlich­es…

  • Eine Anleitung für das Leben? Vier Ideen aus „Wie wir sind“ von Vincent Deary [mit Video]

    Eine Anleitung für das Leben, wäre das nicht prak­tisch? Ein kleines Hand­buch mit „richti­gen“ Ver­hal­tensweisen für jede Lebenssi­t­u­a­tion? Mit seinem Buch Wie wir sind startet der britis­che Psy­cho­an­a­lytik­er Vin­cent Deary seinen Ver­such, eine solche Anleitung zu ver­fassen. Dabei rückt er in diesem ersten Band unseren Wun­sch nach Sicher­heit und einem vorherse­hbaren All­t­ag in den Mit­telpunkt…

  • Drei Ideen aus „Selbst im Spiegel“ von Wolfgang Prinz [mit Video]

    Wir alle glauben, ihn zu haben: einen eige­nen, weitest­ge­hend freien Willen. Wir alle denken von uns als Per­son und als Ich. Doch woher kommt dieses Ich eigentlich, dass gle­ichzeit­ig neben sich ste­hen kann und gerne Schoko­lade essen würde? Dieser Frage geht der Kog­ni­tion­swis­senschaftler Wolf­gang Prinz in seinem Buch Selb­st im Spiegel nach und kommt dabei…

  • Drei Ideen aus „Perfektionismus“ von Raphael M. Bonelli

    Bis vor ein paar Wochen habe ich an dieser Stelle Sach­büch­er aus­führlich zusam­menge­fasst. Jet­zt ver­suche ich mich mal an einem etwas knap­peren For­mat, das ich mir ganz dreist von Kon­rad Lis­ch­ka lei­he: die zwei, drei oder vier zen­tralen Punk­te eines Buchs knapp und großes Drumherum. Den Anfang macht das Buch Per­fek­tion­is­mus des Wiener Psy­chi­aters Raphael…

  • Die Arbeitsteilung zwischen bewusstem und unbewusstem Denken

    Optis­che Täuschun­gen oder der auf Autopi­lot gefahrene tägliche Weg zur Arbeit sind nur zwei der zahlre­ichen Phänomene, die uns zeigen, dass wir selb­st kom­plexe Hand­lun­gen oft durch­führen, ohne uns ihrer bewusst zu sein. Es muss also unter­halb unseres aktiv­en Bewusst­seins Prozesse geben, die dafür sor­gen, dass wir die richtige Abzwei­gung nehmen, eine Geschwindigkeits­be­gren­zung erken­nen oder…

  • Über die Lebenskunst und die Freundschaft mit sich selbst

    Wir fühlen uns gerne frei. Wir lieben das Gefühl, unge­bun­den zu sein und den eige­nen Inter­essen und Nei­gun­gen nachge­hen zu kön­nen, ohne dabei von gesellschaftlichen Erwartun­gen und religiösen Kon­ven­tio­nen eingeschränkt zu wer­den. Doch gle­ichzeit­ig müssen wir ler­nen, mit dieser Frei­heit umzuge­hen. Mit seinem Konzept der Leben­skun­st gibt uns der Philosoph Wil­helm Schmid einen Leit­faden an…

  • Von neuronalen Lawinen und mentalen Symphonien

    Die Musik, die mich begleit­et während ich schreibe – das neue Muse-Album Drone -, löst in meinem Kopf eine Vielzahl an Assozi­a­tio­nen aus: Ich kön­nte sie mit einem großar­ti­gen Konz­ert verbinden, mich von ihrer Atmo­sphäre mitreißen oder von den Tex­ten inspiri­eren lassen. Ich wäre überzeugt davon, dass meine Reak­tion auf diese Musik meine eigene ist…

  • Wie sich das Selbst in der Moderne selbst erfinden muss

    Die Ablö­sung religiös­er Glaubenssys­teme, die ohne hin­ter­fragt wer­den zu kön­nen unsere Welt­sicht bes­tim­men, gilt als eine der wichtig­sten Errun­gen­schaften der let­zten Jahrhun­derte. Die Idee der Frei­heit durch­dringt das aufgek­lärte west­liche Denken der­maßen, dass die vol­lkommene Hingabe an eine Reli­gion oder eine Sache vielfach undenkbar erscheint. Doch mit dem Recht, sein Leben frei gestal­ten zu kön­nen,…

  • Wenn Mythen Identität stiften: Fußball im Ruhrgebiet

    Es gibt keine Region in Deutsch­land, die so sehr mit Fußball ver­bun­den wird, wie das Ruhrge­bi­et. Mit Borus­sia Dort­mund und Schalke 04 find­en sich hier erfol­gre­iche Spitzen­vere­ine eben­so wie mit dem MSV Duis­burg und Rot-Weiss Essen Tra­di­tionsvere­ine, die aktuell eine schwere Zeit durch­machen. Fußball ist so sehr im Ruhrge­bi­et ver­ankert, dass der Puls manch­er Städte…

  • Menschliche Intelligenz und moderne Wissenschaft als Irrweg der Evolution?

    Der britis­che Biologe Richard Dawkins ist in der let­zten Zeit in erster Lin­ie durch fast schon fanatis­che Äußerun­gen zum Übel der Reli­gion aufge­fall­en. Darüber darf man jedoch nicht vergessen, dass er ein­er der wichtig­sten Evo­lu­tions­bi­olo­gen des 20. Jahrhun­derts sein dürfte: In seinem Buch Das ego­is­tis­che Gen (Orig­i­nal: The Self­ish Gene) schlug er eine Inter­pre­ta­tion von…

  • Yuval Noah Harari über die Überwindung des Todes und den Wert des Menschen

    Der medi­zinis­che Fortschritt im 19. und 20. Jahrhun­dert ist sicher­lich eine der größten Errun­gen­schaften der Men­schheit. Für die Web­seite Edge hat sich der Psy­chologe und Nobel­preisträger Daniel Kah­ne­mann mit dem israelis­chen His­torik­er Yuval Noah Harari über die Zukun­ft der Medi­zin, die Über­win­dung des Todes und den zukün­fti­gen Wert des Men­schen unter­hal­ten: Der Tod als technisches…

  • Nudges – verdeckte Manipulation oder Zurückgewinnung der Freiheit?

    Das Ide­al­bild der indi­vid­u­al­is­tis­chen Gesellschaft sieht den Einzel­nen als informierten und reflek­tierten Schmied seines eige­nen Glücks. Wir han­deln immer in unserem Inter­esse, ken­nen unsere Optio­nen und sind in der Lage, die notwendi­gen Infor­ma­tio­nen zu beschaf­fen und abzuwä­gen. Doch die ver­hal­tenspsy­chol­o­gis­che Forschung hat in den let­zten Jahrzehn­ten immer wieder aufgezeigt, wie vorherse­hbar irra­tional wir uns ver­hal­ten.…

  • Zeit oder nicht Zeit, das ist hier die Frage

    Für unsere alltägliche Wahrnehmung sind die Kat­e­gorien “Raum” und “Zeit” unverzicht­bare Voraus­set­zun­gen. Automa­tisch verorten wir Gegen­stände und Per­so­n­en inner­halb des Raums um uns herum und struk­turi­eren unser Erleben ent­lang eines Zeitpfeils von der Ver­gan­gen­heit über das Jet­zt in die Zukun­ft. So selb­stver­ständlich uns diese Dimen­sio­nen jedoch im All­t­ag erscheinen, so umstrit­ten sind sie in ihrer…

  • Das Handwerk – der ungeliebte Bruder der Wissenschaft

    Wis­senschaftliche Erken­nt­nisse beanspruchen gerne eine uni­verselle Gel­tung. Sie scheinen, ein­mal etabliert, unab­hängig von ihren Ent­deck­ern zu existieren und “objek­tiv” unsere Welt zu beschreiben – nicht umson­st habe ich ger­ade “ent­deck­en” im Gegen­satz zu “erfind­en” geschrieben. “Naturge­set­ze” wer­den meist in math­e­ma­tis­chen Formeln auge­drückt, die dann als angemessene Abbil­dung der ver­bor­ge­nen Struk­tur unser­er Welt gese­hen wer­den. Ins­beson­dere…

  • Mario Vargas Llosa über eine orientierungslose Moderne

    Es verge­ht kaum eine Woche, in der nicht ein Feuil­leton­ist oder selb­ster­nan­nter bzw. zugeschrieben­er Intellek­tueller seinem Unbe­ha­gen über “das Inter­net”, “die Jugend” oder gle­ich “die Welt” Aus­druck ver­lei­ht. Ein weit­er­er Ver­such stammt von dem peru­anis­chen Lit­er­aturnobel­preisträger Mario Var­gas Llosa. In seinem Buch-Essay Alles Boule­vard set­zt sich Mario Var­gas Llosa mit dem Ende der “Kul­tur” auseinan­der.…

  • Licht im dunklen Mittelalter

    Das europäis­che Mit­te­lal­ter gilt all­ge­mein als eine dun­kle Zeit für die Wis­senschaft, in der Armut und religiös­es Dog­ma sämtlichen wis­senschaftlichen Fortschritt ver­hin­dert haben. Mit der Zer­störung der Großen Bib­lio­thek von Alexan­dria (bis zum 5. Jahrhun­dert) und der Eroberung der Stadt durch die Araber (im Jahr 642) endete dieser Ansicht nach die Ära des wis­senschaftlichen Denkens…

  • Gebt der Wissenschaft ihre Magie zurück!

    Von außen betra­chtet wirken die Natur­wis­senschaften wie ein Gehe­im­bund, der sich in sein­er eige­nen Sprache mit Fra­gen befasst, die kaum ein Außen­ste­hen­der nachvol­lziehen kann. Doch was, wenn wir Wis­senschaft als eine men­schliche Aktiv­ität begreifen, die der Kun­st nicht unähn­lich ist: eine Annäherung an eine geheimnisvolle Welt, die der Men­sch sich erfahrbar machen will? Es ist…

  • Die Vermessung der Welt und das Ende des gesunden Menschenverstandes?

    Die Liste der Büch­er, die sich mit dem dig­i­tal­en Wan­del auseinan­der­set­zen, wird von Jahr zu Jahr länger. Mit Chistoph Kuck­lick hat sich nun auch der Chefredak­teur der Zeitschrift GEO dieses The­mas angenom­men und einen sehr inspiri­eren­deren Zugang gefun­den: Er beschränkt sich nicht darauf, die Rev­o­lu­tion der Wirtschaft oder der Medi­en zu propagieren, son­dern nimmt den…

  • Ich denke nicht, ich tue – wie Gewohnheiten unser Leben bestimmen

    Wir gehen gerne davon aus, dass wir jed­erzeit bes­tim­men kön­nen, was wir als näch­stes tun. Und trotz­dem ertappt man sich immer wieder dabei, auf ein­mal zum Kühlschrank gelaufen zu sein oder schon wieder auf das Handy geschaut zu haben. Min­destens eben­so wichtig wie unsere bewussten Entschei­dun­gen sind näm­lich etablierte Gewohn­heit­en, die wir immer und immer…

  • Bestie oder Virus? Wie die Sprache unser Denken prägt

    Die alljährliche Diskus­sion um das „Unwort des Jahres“ macht deut­lich, dass Sprache mehr ist als ein neu­trales Werkzeug, mit dem wir Infor­ma­tio­nen von ein­er Per­son zur näch­sten über­tra­gen. Vielmehr ist die Sprache ganz eng mit unserem Denken und unserem Han­deln verknüpft. Ob jedoch die Sprache Voraus­set­zung für das Denken und wie stark sie unsere Sicht…

  • Der Rückzug aus der Gemeinschaft aus Angst vor dem Fremden

    Kli­mawan­del, Ter­ro­ran­schläge und die immer wieder aufwal­lende Wirtschaft­skrise sind nur drei der aktuellen Entwick­lun­gen, die den Ein­druck erweck­en, unsere Welt sei immer weniger kon­trol­lier­bar. Als Kon­se­quenz wird der Rück­zug in das Pri­vate und der Auf­bau ein­er eige­nen, über­schaubaren Welt zu einem immer größeren gesellschaftlichen Phänomen. Auch der us-amerikanis­che Sozi­ologe Richard Sen­nett beschäftigt sich in seinem…

  • Wie Leonardo da Vinci die moderne Wissenschaft vorweg nahm

    Leonar­do da Vin­ci (1452 – 1519) gilt als das Uni­ver­sal­ge­nie der men­schlichen Ideengeschichte. Beson­ders bekan­nt ist er für seine Kun­st – allen voran natür­lich das Abendmahl und die Mona Lisa. Auch als Inge­nieur hat da Vin­ci bis heute einen Namen. Dass er auch als Wis­senschaftler sein­er Zeit teil­weise um Jahrhun­derte voraus war, ist jedoch erst…

  • Das Land, das an seinen Tugenden zweifelt

    Ein ungläu­biges Raunen geht durch das Land, wenn mal wieder eine Umfrage zeigt, dass Deutsch­land und seine Ein­wohn­er in der Welt dur­chaus beliebt sind. Erst kür­zlich kürte eine BBC-Umfrage Deutsch­land sog­ar zum beliebtesten Land der Erde – noch vor Kana­da. Abge­se­hen von angemessen­er Beschei­den­heit und der generellen Frag­würdigkeit entsprechen­der Umfra­gen, warum fällt es “den Deutschen”…

  • Amanda Palmer über die Kunst des Fragens und den Sinn der Kunst

    Eigentlich solltes es eines der ein­fach­sten Dinge der Welt sein, andere Men­schen um Hil­fe zu bit­ten: die Nach­barn, wenn uns Mehl zum Back­en fehlt, den Chef, wenn wir die spon­tane Hochzeit unseres besten Fre­un­des besuchen wollen, oder die gute Fre­undin, wenn wir ger­ade ein wenig klamm sind, aber eine Autoreparatur anste­ht. Der Frage, warum uns…

  • Der tiefe Graben zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

    Warum wird Homöopathie von den Krankenkassen bezahlt? Sollen wir gen­tech­nisch verän­derte Lebens­mit­tel erlauben? Was kön­nen wir gegen den Kli­mawan­del tun? All dies sind Fra­gen, in denen natur­wis­senschaftliche Erken­nt­nisse auf soziale Prozesse tre­f­fen. Der franzö­sis­che Philosoph und Sozi­ologe Bruno Latour set­zt sich mit solchen Diskus­sio­nen auseinan­der und stellt dabei wed­er den Natur- noch den Sozial­wis­senschaftlern ein…

  • Der Milchkarton auf dem Beifahrersitz: dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen

    Natür­lich weiß ich noch, welche Farbe das Hemd hat­te, das ich vor fast 15 Jahren zu meinem Abiball getra­gen habe, aber wo habe ich vorhin nochmal mein Handy hin­gelegt? So geht es sicher­lich jedem von uns. Immer und immer wieder. Während wir uns jed­erzeit an abstruse Dinge erin­nern kön­nen, vergessen wir im Super­markt Milch mitzunehmen…

  • Warum Wissenschaft alten Wein in neue Schläuche packen muss

    Ger­ade macht mal wieder eine Studie die Runde, welche sich mit dem Ein­fluss von Bild­schir­men auf das Ein­schlafen und die Qual­ität des fol­gen­den Schlafs beschäftigt. Die Resul­tate sind dabei wenig über­raschend: Wer vor dem Schlafen vier Stun­den auf ein beleuchtetes Tablet schaut und dort ein Buch liest, braucht im Anschluss länger um einzuschlafen, schläft schlechter…

  • So, so. Wir sparen also nicht genug?

    Spiegel Online hat heute erste Ergeb­nisse ein­er Umfrage des Deutschen Sparkassen- und Girover­ban­des zum Sparver­hal­ten der Deutschen veröf­fentlicht. Dem­nach sor­gen 30 Prozent der Befragten nicht aktiv für ihre Zukun­ft vor – unter den 14 bis 29 jähri­gen sog­ar 50 Prozent. Darüber hin­aus gaben 16 Prozent der Befragten an, sich eine entsprechende Vor­sorge nicht leis­ten zu…