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KI ist ein politisches Projekt der Machtverlagerung
Wenn wir Technologien in erster Linie nach ihrer gesellschaftlichen Bedeutung klassifizieren, wird deutlich, dass KI in einer Traditionslinie mit der Automatisierung physischer Produktion steht und auf die Zentralisierung von Wissen und dessen Vermarktlichung abzielt: I think we should shed the idea that AI is a technological artifact with political features and recognize it as a…
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KI schließt an Wandel der Menschen an
Bei der ganzen Diskussion darum, ob die KI menschlich wird, sollten wir uns lieber fragen, ob nicht wir Menschen der KI immer ähnlicher werden, bzw. uns nicht schon länger in eine Richtung bewegen, die uns durch KI ersetzbar macht. Dazu formuliert Joan Westenberg auf Mastodon: We‘re worried about AI doing human things. We should be…
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Spiele: Clair Obscur – Expedition 33 von Sandfall Interactive
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Automatisierung als ursprüngliche Akkumulation von Wissen
Wenn wir akzeptieren, dass auch das, was wir heute „physische Arbeit“ nennen, einen signifikanten Anteil an Wissen voraussetzt, wird die Industrialisierung nicht nur zu einer Akkumulation von physischem Kapital, sondern auch von Wissen, über das die Arbeiter verfügen und das sich nun in der Form von Maschinen manifestiert und damit in einer nahezu unbeschränkten Weise…
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Intellektuelles Wissen folgt der Arbeit, es geht ihr nicht voraus
Heutzutage trennen wir relativ klar zwischen „Wissensarbeit“ und „physischer“ Arbeit. Spätestens mit den Managementideen Frederick Taylors ist diese Unterscheidung fest etabliert. Bei genauem Hinsehen lässt sie sich jedoch kaum aufrechterhalten: Jede physische Arbeit enthält immer auch einen gewissen Anteil an Wissen – nicht nur ein verklärtes „ursprüngliches“ Kunsthandwerk, sondern auch Landwirtschaft oder die Produktion von…
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Schwierige Zugänglichkeit Teil der Identität von Subkulturen
Er Assoziation Alte Hasen begegnen Neulingen in einer Subkultur mit Ablehnung Wie sich das Selbst in der Moderne selbst erfinden muss Quellen Artikel: China Miéville says we shouldn’t blame science fiction for its bad readers von China Miéville
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Alte Hasen begegnen Neulingen in einer Subkultur mit Ablehnung
Der Aufbau einer neuen Subkultur ist auf vielen Ebenen anstrengend. Wenn die Subkultur dann erfolgreich wird, immer zugänglicher und sich mehr Menschen in ihr bewegen, kann dies zu Ablehnung durch die alten Hasen führen: And I also feel something, because I’m awful: Now people are reading those authors, and they don’t deserve them. They don’t…
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Private Equity überträgt Firmeneigentum auf Investoren
Das zentrale Ziel von Private-Equity-Firmen besteht darin, die Assets einer übernommenen Firma zu übernehmen und die Kosten mit aller Gewalt zu drücken. Dabei ist es auch egal, wenn das Unternehmen pleitegeht. Contrary to the industry’s claims about being experts in turning companies from losers to winners, private equity typically targets healthy companies rather than underperforming…
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Rezension: Schiksalsjahre von Jan Guillou
Im vierten Band der Reihe setzt Jan Guillou die Geschichte der Familie Lauritzen fort und erzählt von ihrem Leben zwischen Schweden, Deutschland und Norwegen während des zweiten Weltkriegs. Das Buch bleibt clever und unterhaltsam, erscheint mir jedoch mehr und mehr formulaisch und lässt mich nicht mehr so mit den Figuren mitfiebern, wie noch die ersten…
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Notizen: Gekränkte Freiheit von Carolin Amlinger, Oliver Nachtwey
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Notizen: Team Topologies von Matthew Skelton, Manuel Pais
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Schon Ricardo sah in Automatisierung Gefahr für Arbeiterschaft
Mit seiner Theorie des „komparativen Kostenvorteils“ legte David Ricardo die Grundlagen für den klassischen ökonomischen Blick auf internationalen Handel. Mit seiner Arbeitstheorie des Wertes legt er zudem die Grundlage für den marxistischen Blick auf Arbeit und Kapitalismus. Mir zumindest bislang nicht bekannt war, dass Ricardo sich auch ausführliche Gedanken darüber gemacht hat, wie sich die…
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Geschaut: Heartstopper von Alice Oseman
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Kapitalisierung von Wissen als Gefahr für den Kapitalismus schon im 19. Jhdt. erkannt
Die zentrale Rolle von Wissen für die Wirtschaft – auch die Produktionswirtschaft – war schon Charles Babbage am Anfang des 19. Jahrhunderts bewusst. Insbesondere sah er in der zunehmenden Kapitalisierung des Wissens der Arbeiterschaft in Maschinen ein langfristiges Risiko für das langfristige Funktionieren eines arbeitszentrierten Kapitalismus – ähnlich übrigens wie das unlikely couple aus David…
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Moderner Blick auf Entstehung des Computers versteckt kollektive Leistung hinter Genie-Kult
Wenn wir heute auf die frühe Entwicklung des Computers zurückblicken, stehen da in erster Linie zwei Namen: Charles Babbage und Ada Lovelace. Sie gelten als Erfinder*innen des Computers bzw. der heute so zentralen Unterscheidung von Hardware und Software. Doch gegenteilig zu der dominierenden Erzählweise individueller Genies waren beide in erster Linie Kinder ihrer Zeit und…
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Spinozas Philosophie konnte kollektive Selbsttäuschung nicht überwinden
Ein weiteres Beispiel für einen Philosophen, der schon im 17. Jahrhundert einen sehr modernen Blick auf die Welt hatte, ist Brauch de Spinoza. Doch da er die unbequemen Fragen stellte und nicht bereit war, seine neuen Ideen für die „alte Garde“ verdaulich zu verpacken, ist er bis heute nicht Teil des großen westlichen Kanons, sondern…
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Vom Lesen, Denken und Bloggen
Es ist mal wieder so weit. Ein neuer Weltenkreuzer geht online, wieder in einem neuen Format. Der Weltenkreuzer ist jetzt nicht mehr „nur“ Blog, er ist auch kein „Magazin“, er ist auch nicht meine berufliche Webseite in diesem Netz. Er ist Teil meines Denkraums, meiner Notizenwelt, meines „Zettelkastens“. Wenn dir das als Info schon reicht,…
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Gig-Economy auch in der Pflege
In den USA gibt es mittlerweile Apps, die das Geschäftsmodell der Gig-Economy, wie beispielsweise beim klassischen Uber oder Plattformen wie Mechanical Turk, auf den Bereich der Pflege übertragen: Hier registrieren sich beruflich Pflegende auf einer Plattform, über die sie dann von Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser für einzelne Schichten gebucht werden können. Dabei finden sich all die…
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Zahlen können anderes bedeuten als Wert
Ein ganz zentraler Schritt in der Entwicklung des Computers und damit unserer modernen durchtechnisierten Welt war die Erkenntnis, dass Zahlen mehr können, als „nur“ Werte widerzuspiegeln. Die zentrale Figur war hier Ada Lovelace, die immer mal wieder als „erste Programmiererin“ bezeichnet wird. Während die ursprüngliche Difference Engine von Charles Babbage den Ablauf der Berechnung noch…
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Gespielt: Yakuza – Like A Dragon von Xbox
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Arbeitsteilung macht Arbeit berechenbar
Die Arbeitsteilung geht aber nicht nur der Automatisierung von Arbeit voraus. Sie ist auch eine zentrale Grundlage dafür, den notwendigen Arbeitsaufwand berechenbar zu machen und Arbeitszeit als eine beliebig kalkulierbare Große zu verstehen. So schreibt Matteo Pasquinelli in seinem Buch The Eye of the Master: The Babbage principle states that the organisation of a production process…
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Rezension: Thinking in Systems von Donella H. Meadows
Das Buch, das zum ersten Mal Anfang der 1990er Jahre als Entwurf Beachtung fand und erst nach dem Tod der Autorin 2008 erstmalig offiziell veröffentlicht wurde, beschreibt die Grundlagen eines systemischen Denkens aus komplexen Zusammenhängen und Wechselwirkungen. Dabei fokussiert sich die Autorin in erster Linie auf die absoluten Grundlagen und beschreibt insbesondere die Funktionsweise von…
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Arbeitsteilung geht der Automatisierung voraus
Am Beispiel der ersten mechanischen Computer lässt sich sehr gut erkennen, dass die Automatisierung von Arbeit nicht in erster Linie auf einer technischen Innovation aufbaut, sondern auf der konkreten Organisation von Arbeit. So weist Matteo Pasquinelli in seinem Buch The Eye of the Master darauf hin: In early nineteenth- century England, ‘computer’ was not the…
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Rezension: Godwin von Joseph O’Neill
Dem Klappentext nach ist “Godwin” von Joseph O’Neill ein Roman über das schmutzige Geschäft des Fußballs; vielleicht auch noch über Afrika, Europa und die Ausbeutung, die beide Kontinente seit Jahrhunderten verbindet. So war ich doch ein wenig überrascht, als die ersten 20 so absolut gar nichts mit Fußball zu tun haben und sich in erster…
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Rezension: Elder Race von Adrian Tchaikovsky
Elder Race ist tatsächlich mein erstes Buch von Adrian Tchaikovsky – und warum zum Teufel habe ich so lange damit gewartet, mal etwas von ihm zu lesen? In dem eher kurzen Roman erzählt der Autor eine doppelte Geschichte: Da ist eine in Ungnade gefallene Prinzessin, die versucht, mit der Hilfe eines mysteriösen Magiers der “Elder…
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Rezension: Die Abschaffung des Todes von Andreas Eschbach
Mit „Die Abschaffung des Todes“ schreibt Andreas Eschbach mal wieder einen seiner Techno-Thriller, in denen er eine spannende und reißerische Handlung nutzt, um technologische und philosophische Ideen vorzustellen. Dabei hat man in diesen Büchern von ihm immer das Gefühl, dass die Handlung zwar sehr gut konstruiert ist, aber im Kern nur dazu dient, die Hauptfigur…
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Abstraktionen haben eine materielle Grundlage
Formale und erst recht automatisierte Algorithmen im Sinne Pasquinellis wecken die Illusion einer universellen Wahrheit, die losgelöst ist von materiellen Beschränkungen. Doch wie eben Pasquinelli in seinem Buch The Eye of the Master beschreibt, haben alle diese Algorithmen eine konkrete materielle Grundlage: First, processes of quantification and comparison that were based on equivalence without involving…
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KI am Arbeitsplatz erzeugt Belastung und Stress
Kaum gab es ein einfach verfügbares und umfangreich trainiertes „Large Language Model“, überschlugen sich die Meldungen und Versprechungen über Künstliche Intelligenz – wie sie uns Arbeit abnehmen würde und die Wirtschaft revolutionieren. Doch nach zwei Jahren ist von diesen Versprechungen nicht mehr allzu viel übrig. So zeigt eine Umfrage in den USA: Although 96% of…
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Rezension: Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland von Sarah Brooks
Ich bin ja eigentlich nicht so der Freund von Büchern, die ihren Fokus darauf legen, eine „weirde“ Verfremdung unserer Welt vorzustellen. Jeff Vandermeers „The Southern Reach“-Reihe war mir zum Beispiel einfach zu fremd, ähnlich wie manche Romane China Mievilles. Gleichzeitig mag ich das leicht lakonisch-entrückte von Autoren wie Haruki Murakami. Wie gut, dass „Handbuch für…
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Drei Typen von Algorithmen
„Algorithmus“ ist mittlerweile einer der wichtigsten Begriffe geworden, wenn wir über den Einfluss von Technologie auf unsere Gesellschaft nachdenken. Dabei wird der Begriff selbst jedoch selten direkt thematisiert und bleibt auch in seiner Verwendung unklar und nicht wirklich definiert. Dadurch geht verloren, dass es nicht nur die fast schon mythisch verklärten Algorithmen der Sozialen Medien…
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Wir müssen gegen Software und das Internet kämpfen
Cory Doctorow hat mit der Idee der Enshittification ein schönes Bild geschaffen, um zu analysieren, warum Plattformen wie Amazon oder Spotify für Kund*innen wie Anbieter immer schlechter werden. In seinem Newsletter geht Ed Zitron jetzt noch etwas weiter und beschreibt den kontinuierlichen Kampf, in dem wir uns mit „dem Internet“ und den Programmen, die viele…
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Bildung gilt als weiblich und stößt damit Männer ab
Nachdem Frauen lange Zeit an US-amerikanischen Hochschulen massiv unterrepräsentiert waren, machen sie mittlerweile gut 60 Prozent der eingeschriebenen Studierenden aus. (In Deutschland lässt sich diese Entwicklung aktuell nicht beobachten, hier machen Frauen rund 51 Prozent der eingeschriebenen Studierenden aus.) Die Gründe hierfür sind vielfältig, wie Celeste Davis in ihrem Newsletter beschreibt: von dem höheren Anteil…
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Rezension: Extinction of Experience von Christine Rosen
Auch wenn die Autorin sich ein hehres Ziel setzt, die Rolle echter physischer Erfahrungen herauszuarbeiten, gelingt ihr das in diesem Buch leider nur sehr begrenzt. Das liegt in erster Linie daran, dass sie – wie so viele andere Arbeiten zu diesem Thema – einen harten Gegensatz zwischen der digitalen und der analogen Welt aufmacht. Wechselwirkungen…
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Wir müssen lernen, ohne Arbeit zu leben
Die Lohnarbeit steht seit Jahrzehnten im Mittelpunkt unserer Gesellschaft. Sie dient uns nicht nur dazu, unseren Lebensunterhalt zu bestreiten, sie ist auch eines der wenigen Elemente, das unsere Gesellschaft aus Individuen überhaupt noch zusammenhält. So schreibt Theresa Bücker in ihrem Buch Alle_Zeit: In unserer Gesellschaft ist es derzeit am einfachsten, über eine Berufstätigkeit längerfristig gesund…
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Arbeitsteilung macht intellektuelle Arbeit zu physischer
Ein zentraler Aspekt bei der Automatisierung intellektueller Arbeit und der Einführung der frühen Rechenmaschinen war die Umwandlung von intellektuell anspruchsvoller Arbeit in physisch anspruchsvolle. Diese brauchte jedoch eben nicht so sehr eine Ausbildung als „nur“ physische Kraft und Ausdauer. So schreibt Lorraine Daston in ihrem Buch Rules über den Einsatz der Hollerith-Maschinen Ende des 19.…
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Erste moderne Arbeitsteilung gab es bei intellektueller Arbeit
Arbeitsteilung und Automatisierung von Arbeit verbinden wir im Normalfall mit physischer Arbeit und der Produktion von Gütern. Nachdem sie theoretisch bereits im 18. Jahrhundert beschrieben wurde – z. B. bei Quesnay und Adam Smith wird der Beginn ihres Siegeszugs üblicherweise auf die Arbeiten Frederick Taylors am Anfang des 20. Jahrhunderts datiert. Hier wird die Planung…
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Vernetztes Denken braucht Auswendiglernen
In Zeiten dünner Regeln und abstrakter Kompetenzen hat das Auswendiglernen einen schweren Stand: Es gilt als veraltet, da man doch alles ohnehin nachschlagen kann und diverse Werkzeuge uns in unserem alltäglichen Leben und Arbeiten unterstützen. Während das Lernen manifester Fakten wie dem Einmaleins oder den sechzehn Bundesländern noch halbwegs akzeptiert ist, geraten konkrete Jahreszahlen oder…
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Plattformen schwächen den Link als zentrales Element des Internet
Links sind ein zentrales Element des klassischen Internets und unabdingbar für sein Funktionieren. Sie ermöglichen es, nahezu beliebige Inhalte im Netz miteinander in Verbindung zu bringen und so ein dicht geknüpftes Netz von Gedanken und Ideen zu spinnen. Sie bergen damit intellektuelle Sprengkraft, wie sie Steven Hall in seinem Buch Maxwells Demon beschreibt: He’d called…
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Rezension: Maker’s Curse von Trudi Canavan
Auch das vierte und letzte Buch der Reihe Millennium’s Rule von Trudi Canavan ist eine flotte und actionreiche Fantasy-Geschichte mit bekannten Figuren und Themen: Es geht um den verantwortlichen Umgang mit Macht, Krieg und seine Konsequenzen und diesmal auch eine sehr deutliche Kritik an der rücksichtslosen Ausbeutung globaler Ressourcen. Die Kapitalismuskritik ist ohnehin ein Thema,…
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Abgebrochen: Piraten von David Graeber
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Dicke Regeln funktionieren über Analogien und Übertragung
Ein wichtiges Element für den Einsatz dicker Regeln ist ein umfangreiches Repertoire an Anekdoten, Beispielen und Modellen, aus denen man sich in einer komplexen und unübersichtlichen Situation bedienen kann, um zu einer fundierten Entscheidung zu kommen. So schreibt Lorraine Daston in ihrem Buch Rules: Overarching rules subsuming many specific problems were scarce, but a rich…
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Dicke Regeln verbinden Abstraktion und Konkretes
Während dünne Regeln eine stabile Welt benötigen, boten „dicke“ Regeln auch in instabilen Welten Verlässlichkeit und erlaubten ein gewisses Maß an Kontrolle. Sie reduzierten komplexe Situationen nicht auf eine einzelne Formel oder einen monokausalen Zusammenhang, sondern umfassten ein breites Spektrum an Interpretationshilfen und Entscheidungsunterstützung. So schreibt Lorraine Daston in ihrem Buch Rules: The world of…
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Dünne Regeln brauchen eine stabile Welt
Damit sich Algorithmen als dominante Form von Regeln etablieren konnten, musste die Welt erst in eine Form gebracht werden, in der das, was Lorraine Daston in ihrem Buch Rules „dünne Regeln“ nennt, ausreichend ist, um komplexe Zusammenhänge zu erfassen und zu kontrollieren. Vor- und frühmoderne Zeiten waren von einem Regelmodell geprägt, das Daston „dick“ nennt…
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Rezension: Successor’s Promise von Trudi Canavan
Im dritten Band der Reihe stellen sich Rielle und Tyen einer weiteren Herausforderung. Dafür müssen sie neue Kräfte erlangen und mit diesen umgehen lernen. Sie erkennen aber auch, welche Verantwortung und welche Risiken mit großer Macht einhergehen. Wieder schafft es Canavan sehr gut, eine spannende und flotte Geschichte zu erzählen und gleichzeitig Figuren wie Themen…
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KI-Trainingsdaten verändern englische Sprache und wirken dadurch rassistisch
Die Sprache der „künstlichen Intelligenz“ ist (aktuell?) Englisch. Doch nicht irgendein Englisch. Vielmehr sind die Produkte der KI geprägt von dem Englisch, das im Trainingsprozess genutzt wird. Der Guardian berichtet nun, dass hier ein spezieller Mechanismus am Werk ist, der letztlich mal wieder auf rassistischer Ausbeutung basiert und rassistische Strukturen reproduziert. In der letzten Zeit…
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Notizen: The Eye of the Master von Matteo Pasquinelli
Mit der weiteren Verbreitung von „künstlicher Intelligenz“ scheint jetzt auch die Wissensarbeit vor einer Welle der Automatisierung zu stehen. Dabei ist diese Entwicklung keineswegs neu, wie Matteo Pasquinelli in seinem Buch The Eye of the Master zeigt. Vielmehr ist die Entwicklung von Computern und digitalen Algorithmen ganz eng mit der Organisation und Arbeitsteilung verbunden –…
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Zettelkästen sind keine stummen Speicher
Als Reaktion auf einen Artikel von Cal Newport sah sich Sascha Fast auf zettelkasten.de genötigt, einen offenen Brief zu schreiben, der mit einem grundlegenden Missverständnis über komplexe, vernetzte Notizsysteme wie den Zettelkasten aufräumt: Newport addresses the claim that note systems serve to relieve the user of the work of remembering: If you have such a…
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Klimakatastrophe konfrontiert uns mit den überdeckten Widersprüchen
Gut 2000 Jahre ist die westliche Philosophie mittlerweile damit beschäftigt, die Widersprüchlichkeiten des Weltbilds der Unterwerfung damit in Einklang zu bringen, dass wir Menschen doch eigentlich gut, göttlich und vernünftig sind. Und dann kommt da diese Klimakatastrophe und macht unser ganzes schönes Gerede kaputt. So schreibt Phillip Blom in seinem Buch Unterwerfung: Das Projekt der…
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Paradigmatische Regeln anzuwenden, braucht Ermessen
Eine der Bedeutungsebenen von „Regel“, die Lorraine Daston in ihrem Buch Rules beschreibt, ist die der Paradigmen und Modelle. Im Mittelpunkt dieser Bedeutungsebene steht ein konkretes oder abstraktes Beispiel, das dem eigenen Handeln Orientierung gibt, ohne es bis ins kleinste Detail zu bestimmen. Daston nimmt hier den Abt des klassischen Klosters als Beispiel: The abbot,…
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Bernardino Telesio blickt im 16. Jhdt. mit modernem Blick auf den Menschen
Auch wenn die Philosophen der Ideengeschichte, die heutzutage als Kanon gelten, im Kern nie am christlichen Motiv der Unterwerfung der Welt gerüttelt haben, gab es doch ebensolche Autoren. Diese werden heute jedoch wesentlich weniger diskutiert, eben weil sie unseren grundlegenden Blick auf die Welt immer noch infrage stellen. Einer dieser Denker ist Bernardino Telesio, der…