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Handys befriedigen unser Bedürfnis, etwas mit den Händen zu machen
Sehr spannende Idee in einem Video von Hazel Thayer: Unsere Hände sind eng mit unserem Gehirn verbunden und unser Gehirn neigt in unterschiedlichem Maße dazu, zu „wandern“. Dieses „mind wandering“ könnte eng mit dem Bedürfnis verbunden sein, etwas mit unseren Händen zu machen, was kaum konkrete Aufmerksamkeit erfordert – wie zum Beispiel zur Routine gewordene Handarbeit. Hier bietet das Handy…
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Form zählt in unserem Diskurs mehr als Inhalt
An den Reaktionen auf die Neugründung der AfD-Jugendorganisation in #Giessen vor einiger Zeit konnte man schön das Grundproblem des deutschen Umgangs mit dem politischen Rechtsextremismus erkennen: Die extremen Aussagen in der Halle und allgemein aus dem Umfeld der Partei bleiben unkommentiert und Teilnehmende werden sogar mit Polizei-Eskorte zur Veranstaltung gefahren. Gleichzeitig wird der zivile Protest zehntausender Demonstrant*innen kritisiert, weil diese…
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Informationen im Netz bleiben fragmentiert
Egal ob bei journalistischen Angeboten, bei anderen kommerziellen Webseiten, ehrenamtlichen oder privaten Initiativen: Oft steht jedes der Angebote für sich und ist nur selten mit Bedacht und für Besucher*innen nachvollziehbar mit anderen Stellen verbunden. So weist Robin Good auf Folgendes hin: We live in a time where we are flooded with disconnected advice: strategies, perspectives, tactics, frameworks, systems, all standing…
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Die eigene Stimme entsteht im Zwischenraum zwischen Autoritäten
Egal zu welchem Thema, es wird immer unterschiedliche Meinungen von Personen geben, die zu diesem Thema als Experten gelten. In diesen widersprüchlichen Meinungen öffnet sich ein Raum, in dem eine eigene Stimme, eine tatsächlich eigene Position entstehen kann. Nothing prepared me better for adult intellectual life than getting two sets of contradictory feedback on every essay I wrote for those…
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Vernetztes Denken braucht Auswendiglernen
In Zeiten dünner Regeln und abstrakter Kompetenzen hat das Auswendiglernen einen schweren Stand: Es gilt als veraltet, da man doch alles ohnehin nachschlagen kann und diverse Werkzeuge uns in unserem alltäglichen Leben und Arbeiten unterstützen. Während das Lernen manifester Fakten wie dem Einmaleins oder den sechzehn Bundesländern noch halbwegs akzeptiert ist, geraten konkrete Jahreszahlen oder gar Gedichte oder Geschichten an…
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Zettelkästen sind keine stummen Speicher
Als Reaktion auf einen Artikel von Cal Newport sah sich Sascha Fast auf zettelkasten.de genötigt, einen offenen Brief zu schreiben, der mit einem grundlegenden Missverständnis über komplexe, vernetzte Notizsysteme wie den Zettelkasten aufräumt: Newport addresses the claim that note systems serve to relieve the user of the work of remembering: If you have such a system, so the assumption goes,…
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Kollektives Denken braucht Sprache
Während mir die Darstellungen von Erik Hoel zur intrinsischen Perspektive durchaus plausibel erscheinen, klingen sie doch auch sehr nach der mittlerweile widerlegten Sapir-Whorf-Hypothese, dass wir nur die Dinge denken und fühlen können, für die wir auch eine Sprache haben. Eine Lösung für diesen Widerspruch könnte darin zu finden sein, zwischen einem individuellen Denken und einem kollektiven oder zumindest externalisierten Denken…
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Bewusstsein ensteht am Übergang zwischen konzeptionellem und belebtem Denken
Letzte Woche habe ich über die unterschiedlichen Maßstäbe geschrieben, die ich an tierisches und maschinelles Denken anlege. Statt hier kategoriale Unterschiede zu sehen, könnte eine Lösung darin bestehen, Denken als differenziertes Phänomen mit unterschiedlichen Dimensionen zu begreifen. Auf der Grundlage einer weiteren Lektüre von John Searle bin ich jetzt bei der Differenzierung für mich noch ein wenig weitergekommen. Ich schrieb:…
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Menschliches und nicht-menschliches Denken sind stark emergent
In den letzten Wochen habe ich immer wieder über die menschliche Intelligenz geschrieben und darüber, wie sie sich von tierischer und auch künstlicher unterscheidet – oder eben nicht. Dieses Thema lässt mich gerade nicht los, sodass ich mich in den nächsten Monaten etwas tiefer darein versenken werde. Das wird sich natürlich auch auf die Themen in diesem Blog auswirken. Heute…
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Rationales Denken entfremdet uns von der Welt
Die westliche Philosophie und der auf ihr aufgebaute „moderne“ Blick auf die Welt rühmt sich des rationalen Denkens, der Vernunft und der konzeptionellen Fähigkeiten der Menschen: Berechnungen, Entwürfe, Theorien und Maschinen machen uns zu dem, was wir sind, und erheben uns über die „einfache“ Natur. Mit der Hilfe der Sprache, der Mathematik und der experimentellen Wissenschaften haben wir es dieser…
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Der Westen denkt es falsch herum
Die Beiträge zu dem Buch, mit dem ich heute beginne, schiebe ich schon ein paar Wochen vor mir her. Das liegt keineswegs daran, dass mir The Web of Meaning von Jeremy Lent keine Denkanstöße gegeben hätte. Ganz im Gegenteil: In den letzten Jahren hat vermutlich kein Buch so sehr mit mir gesprochen und all die Versatzstücke, die irgendwo in meinem…
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Wir müssen akzeptieren, dass wir nicht verstehen
Als Reaktion auf meine Überlegungen zu Komplexität und Kontrollverlust kam im Fediverse die Frage auf, ob wir Menschen überhaupt in der Lage sind, komplexe Systeme zu verstehen. Ich tue mich schwer, darauf definitiv zu antworten, weil wir Menschen immer ganz gut darin waren, unsere geglaubten „natürlichen“ Grenzen zu überwinden. Aber selbst wenn es möglich sein sollte, bin ich mir sicher,…
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Die Arbeitsteilung zwischen bewusstem und unbewusstem Denken
Optische Täuschungen oder der auf Autopilot gefahrene tägliche Weg zur Arbeit sind nur zwei der zahlreichen Phänomene, die uns zeigen, dass wir selbst komplexe Handlungen oft durchführen, ohne uns ihrer bewusst zu sein. Es muss also unterhalb unseres aktiven Bewusstseins Prozesse geben, die dafür sorgen, dass wir die richtige Abzweigung nehmen, eine Geschwindigkeitsbegrenzung erkennen oder auch nur die Gänge wechseln.…
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Von neuronalen Lawinen und mentalen Symphonien
Die Musik, die mich begleitet während ich schreibe – das neue Muse-Album Drone -, löst in meinem Kopf eine Vielzahl an Assoziationen aus: Ich könnte sie mit einem großartigen Konzert verbinden, mich von ihrer Atmosphäre mitreißen oder von den Texten inspirieren lassen. Ich wäre überzeugt davon, dass meine Reaktion auf diese Musik meine eigene ist und nichts mit der anderer…
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Bestie oder Virus? Wie die Sprache unser Denken prägt
Die alljährliche Diskussion um das „Unwort des Jahres“ macht deutlich, dass Sprache mehr ist als ein neutrales Werkzeug, mit dem wir Informationen von einer Person zur nächsten übertragen. Vielmehr ist die Sprache ganz eng mit unserem Denken und unserem Handeln verknüpft. Ob jedoch die Sprache Voraussetzung für das Denken und wie stark sie unsere Sicht auf die Welt prägt, ist…
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Der Milchkarton auf dem Beifahrersitz: dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen
Natürlich weiß ich noch, welche Farbe das Hemd hatte, das ich vor fast 15 Jahren zu meinem Abiball getragen habe, aber wo habe ich vorhin nochmal mein Handy hingelegt? So geht es sicherlich jedem von uns. Immer und immer wieder. Während wir uns jederzeit an abstruse Dinge erinnern können, vergessen wir im Supermarkt Milch mitzunehmen oder lassen den neuen Schal…