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LLM-Code ist der Asbest der digitalen Zeit
In der aktuellen Diskussion um LLM-erzeugten Code ist der Hype groß, dass die Modelle hunderte, wenn nicht tausende Zeilen funktionierenden Code generieren können. Cory Doctorow (@pluralistic) weist jedoch richtigerweise darauf hin, dass Code an sich keinen Wert hat – auch nicht eine Sammlung von Codezeilen, die vordefinierte Tests besteht. Denn: „any nontrivial code has to interact with the outside world,…
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KI weist auf problematische gesellschaftliche Strukturen hin
Ich habe schon länger den Verdacht, dass jede Diskussion über den sinnvollen Einsatz von KI letztlich eine Diskussion über die Schwächen unserer neoliberal-kapitalistischen Gesellschaftsordnung ist. Im Kern verschärft KI in meinen Augen da in erster Linie die Widersprüche, die wir im Kapitalismus ohnehin haben. In eine ähnliche Richtung zielt Lorenz Matzat, der in der Auseinandersetzung mit der fundamentalen Kritik gegenüber…
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Es ist nur konsequent, dass sich Unis mit KI selbst zerstören
Aus den USA kommen die ersten Berichte von Universitäten, die viel Geld in „Künstliche Intelligenz“ investieren und gleichzeitig menschliche Dozent*innen kündigen und ganze Studienprogramme abschaffen. Dabei macht Ronald Purser eine beunruhigende Beobachtung: the very programs best equipped to study the social and ethical implications of AI were being defunded, even as the university promoted the use of OpenAI’s products across…
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KI treibt eine riesige Blase
In ihrem Buch The Boom and Bust of Technological Innovation beschrieben die Ökonomen Brent Goldfarb und David A. Kirsch vier Faktoren, die dazu beitragen, eine Investitionsblase entstehen zu lassen: Alle vier Faktoren sind in der aktuellen Blase um „Künstliche Intelligenz“ in in hohem Maße vorhanden: Die Versprechungen sind gigantisch, es ist aber sehr unsicher, ob sie sich überhaupt realisieren lassen.…
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Warum KI nicht dabei hilft, besonders gute Bewerbungen zu schreiben und was man dagegen tun kann
Ok, das bedarf einer ausführlicheren Antwort auf mehreren Ebenen – aber dann kann ich auch gleich mal die „Förderierten Antworten“ auf meinem Blog testen. 😉 Was du beschreibst, ist ein schönes Beispiel dafür, wie und KI mit der Nase in die Widersprüche drückt, die wir uns in den letzten Jahrzehnten so eingebrockt haben – meist Kapitalismus sei dank… Auf der…
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Ideal der Bildung war schon vor ChatGPT kaputt
Auch wenn wir jetzt ChatGPT dafür verantwortlich machen, dass Studierende nicht mehr in erster Linie lernen, sondern jede mögliche Abkürzung nehmen, um Prüfungen gut zu bestehen, war das Ideal der Bildung um der persönlichen Entwicklung willen schon vorher zerstört. The ideal of college as a place of intellectual growth, where students engage with deep, profound ideas, was gone long before…
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KI reduziert komplexe Welt auf Kategorien, die Computer verstehen
Damit Computer ihre Arbeit tun können, sind sie darauf angewiesen, klar definierte Daten zu bekommen. Die echte Welt ist allerdings komplex und Abstraktion aufwendig. Klassifizierende KI erscheint hier als wirksamer Adapter. Discriminative AI turns the complex and contradictory, the wild and weird world of physics and chemistry and people into simple data. It is the tool to build tools. The…
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OpenAI verdient kein Geld bei horrenden Kosten
Mit Blick auf die nächsten Monate und Jahre ist vollkommen unklar, wie OpenAI seinen Betrieb finanzieren will. Die Nutzer der freien Lizenzen verursachen horrende Kosten und selbst die zahlenden Kunden sind nicht profitabel. Gleichzeitig steigen die Kosten weiter an und es scheint auch, als stoße das Unternehmen an die Grenzen seiner Kapazität in Sachen Rechenzentren und GPUs. Dies könnte eine…
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OpenAI ist zentral für die Tech-Industrie
Open AI und mit ihm die generative KI sind für die Zukunft der Tech-Industrie absolut zentral: auf der einen Seite, weil es Unmengen an Kapital bindet und verbrennt; auf der anderen Seite aber auch, weil es aktuell das einzige große Versprechen der Industrie in Sachen echter Innovation ist. Ein Scheitern von OpenAI würde in der Industrie und der Wirtschaft allgemein…
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Menschen entwickeln parasoziale Beziehungen mit Chatbots
Chatbots wie ChatGPT sind bei vielen Menschen mittlerweile fester Bestandteil des Lebens. Da ist es nicht überraschend, dass insbesondere einsame Menschen schnell parasoziale Beziehungen zu ihnen entwickeln: In other words, the neediest people are developing the deepest parasocial relationship with AI — and where that leads could end up being sad, scary, or somewhere entirely unpredictable Quellen Artikel: Something Bizarre…
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Wir klassifizieren Technologie nach sozialen Kriterien
In gesellschaftlichen Debatten diskutieren wir immer häufiger über Gruppen und Typen von Technologien. Wenn man genau hinschaut, wird jedoch deutlich, dass diese Abgrenzung nicht auf technologischen Kriterien basiert, sondern sich aus einem spezifischen politisch-kulturellen Blick ergibt: I don’t think it takes a particularly sharp mind to understand that the coalitions against FRT, against predictive policing, against prisons, etc… are working…
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Glaube an die Intelligenz von KI ähnelt Glauben an Hellseher
Dass viele Menschen glauben, LLMs wären intelligent, lässt sich mit demselben Mechanismus erklären, der manche Menschen an Hellseher glauben lässt – u.a. dem sogenannten Forer-Effekt: As a consequence, many people will interpret even the most generic statement as being specifically about them if they can relate to what was said. Quellen Artikel: The LLMentalist Effect: how chat-based Large Language Models…
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Automatisiertes Wissen ist entfremdet und wirkt als Machtinstrument
Sobald das Wissen der Arbeiterschaft in Maschinen manifestiert ist und durch den Kapitalismus nahezu beliebig skaliert und bewegt werden kann, können Arbeiter von diesem Wissen entfremdet werden, das ihnen nun extern gegenübertritt. Veränderungen und Verbesserungen am Produktionsprozess sind nun nicht mehr direkt mit ihrer Praxis verbunden, sondern bleiben ihnen sogar vorenthalten. Spätere Generationen müssen das entsprechende Wissen sogar überhaupt nicht…
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KI ist ein politisches Projekt der Machtverlagerung
Wenn wir Technologien in erster Linie nach ihrer gesellschaftlichen Bedeutung klassifizieren, wird deutlich, dass KI in einer Traditionslinie mit der Automatisierung physischer Produktion steht und auf die Zentralisierung von Wissen und dessen Vermarktlichung abzielt: I think we should shed the idea that AI is a technological artifact with political features and recognize it as a political artifact through and through.…
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KI schließt an Wandel der Menschen an
Bei der ganzen Diskussion darum, ob die KI menschlich wird, sollten wir uns lieber fragen, ob nicht wir Menschen der KI immer ähnlicher werden, bzw. uns nicht schon länger in eine Richtung bewegen, die uns durch KI ersetzbar macht. Dazu formuliert Joan Westenberg auf Mastodon: We‘re worried about AI doing human things. We should be equally worried about humans doing…
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Kapitalisierung von Wissen als Gefahr für den Kapitalismus schon im 19. Jhdt. erkannt
Die zentrale Rolle von Wissen für die Wirtschaft – auch die Produktionswirtschaft – war schon Charles Babbage am Anfang des 19. Jahrhunderts bewusst. Insbesondere sah er in der zunehmenden Kapitalisierung des Wissens der Arbeiterschaft in Maschinen ein langfristiges Risiko für das langfristige Funktionieren eines arbeitszentrierten Kapitalismus – ähnlich übrigens wie das unlikely couple aus David Ricardo und Karl Marx. Matteo…
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KI am Arbeitsplatz erzeugt Belastung und Stress
Kaum gab es ein einfach verfügbares und umfangreich trainiertes „Large Language Model“, überschlugen sich die Meldungen und Versprechungen über Künstliche Intelligenz – wie sie uns Arbeit abnehmen würde und die Wirtschaft revolutionieren. Doch nach zwei Jahren ist von diesen Versprechungen nicht mehr allzu viel übrig. So zeigt eine Umfrage in den USA: Although 96% of C‑suite leaders expect AI to…
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Drei Typen von Algorithmen
„Algorithmus“ ist mittlerweile einer der wichtigsten Begriffe geworden, wenn wir über den Einfluss von Technologie auf unsere Gesellschaft nachdenken. Dabei wird der Begriff selbst jedoch selten direkt thematisiert und bleibt auch in seiner Verwendung unklar und nicht wirklich definiert. Dadurch geht verloren, dass es nicht nur die fast schon mythisch verklärten Algorithmen der Sozialen Medien und der KI gibt. Algorithmen…
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KI-Trainingsdaten verändern englische Sprache und wirken dadurch rassistisch
Die Sprache der „künstlichen Intelligenz“ ist (aktuell?) Englisch. Doch nicht irgendein Englisch. Vielmehr sind die Produkte der KI geprägt von dem Englisch, das im Trainingsprozess genutzt wird. Der Guardian berichtet nun, dass hier ein spezieller Mechanismus am Werk ist, der letztlich mal wieder auf rassistischer Ausbeutung basiert und rassistische Strukturen reproduziert. In der letzten Zeit sind einige sprachliche Marker aufgefallen,…
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Algorithmen ersetzen Paradigmen als dominante Form von „Regeln“
Auf den ersten Blick scheint uns der Begriff „Regel“ relativ klar zu sein. Doch in ihrem Buch Rules: A Short History of What We Live By zeigt die Wissenschaftshistorikerin Lorraine Daston auf, dass wir hier mindestens drei Bedeutungen unterscheiden müssen. Zudem hat sich auch die Gewichtung dieser drei Ebenen verändert: Die erste Ebene kommt im deutschen Begriff „Regel“ nicht so…
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KI verhindert Lernen und zerstört Kompetenz
Die Kunst ist ein Bereich, in dem man besonders gut über die Unterschiede zwischen menschengemachten und maschinell generierten Artefakten nachdenken kann. Dies tut Ted Chiang mal wieder auf seine unnachahmlich pointierte Weise in seinem relativ neuen Artikel Why A.I. Isn’t Going to Make Art. Er schließt dabei unmittelbar an die Argumente an, die ich hier auch schon formuliert habe: KI-Kunst…
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Dem Kapitalismus reicht Mittelmaß
In der Diskussion um die Qualität der Ergebnisse von Large Language Models ist eines der zentralen Argumente der Kritiker die unzureichende Zuverlässigkeit, die fehlende Qualität und die Gleichförmigkeit der Ergebnisse. An dieser Stelle kann und will ich auch gar nicht widersprechen – das grundlegende Funktionsprinzip dieser Algorithmen ist es, Muster aus alten Daten auf neue anzuwenden. Das Problem ist nur,…
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KI-Kunst ohne Intention
In einem aktuellen Essay beschäftigt sich Cory Doctorow (@pluralistic) damit, warum „Kunst“, die von künstlicher „Intelligenz“ erzeugt wird, sich für ihn seltsam, merkwürdig oder, auf Englisch treffend, eerie anfühlt. Er zitiert hier maßgeblich Henry Farrell bzw. Mark Fisher: „Eeriness“ here is defined as „when there is something present where there should be nothing, or is there is nothing present when…
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Intelligenz und Bewusstsein sind getrennte Phänomene
An anderer Stelle hatte ich schon mal über die unterschiedliche Ausprägung des Denkens bei Menschen, nicht-menschlichen Tieren und Maschinen nachgedacht. In eine ähnliche Richtung denkt auch Erik Hoel in seinem Artikel The risk of another consciousness winter. Er macht dies an der Trennung zwischen Bewusstsein und Intelligenz fest, wobei er den Grad der Intelligenz von „KI“-Systemen wie GPT‑4 deutlich höher…
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KI wird den Fachkräftemangel nicht beheben
Den Tag gestern (07.12.2023) durfte ich wegen meiner Arbeit in dem Projekt Zukunftszentrum pulsnetz.de Mensch und Technik im Gemeinwesen auf der interessanten arbeitspolitischen Tagung der Zukunftszentren in Berlin verbringen. Dabei sprach u.a. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil darüber, „künstliche Intelligenz“ sein ein Baustein dabei, den Fachkräftemangel in einigen Branchen zu bekämpfen. Dabei sind mir einige interessante Dinge aufgefallen: Es gab eine Kartenabfrage…
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Intelligenz bei Tieren und Maschinen
Was die vorgebliche „Intelligenz“ von Maschinen angeht, bin ich bisher sehr skeptisch gewesen, was man auch in diesem Blog mehrfach nachlesen kann. Im Hinblick auf die Intelligenz bei Tieren hingegen finde ich die Argumente von Frans de Waal sehr überzeugend. Je mehr ich mich mit grundlegenderen Theorien von Intelligenz und Bewusstsein beschäftige, desto mehr schleicht sich mir allerdings der Eindruck…
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KI lindert Symptome, löst aber keine Probleme
Der Einsatz von „künstlicher Intelligenz“ in zahlreichen Bereichen dient oft in erster Linie dazu, Symptome abzuschwächen, um nicht die eigentlichen Probleme lösen zu müssen. KI in der Kommunikation Ein solches Beispiel sind generative KI-Modelle, die aus Stichpunkten längere Texte machen –beispielsweise bei der Erstellung von Projektbeschreibungen oder in E‑Mails. Das Problem dabei ist: Wenn es reicht, dass eine KI den…
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Form, Inhalt und „KI“
Die Diskussion um „künstliche Intelligenz“ hat gerade erst wirklich angefangen. Mit der Zuschreibung von Intelligenz und der Frage nach der aggressiven Grundhaltung gegenüber der Welt habe ich zwei Aspekte bereits angesprochen, ein dritter Aspekt ist der Vorrang von Form gegenüber Inhalt: Die besondere Stärke von „Large Language Models“ liegt darin, einen vorgegebenen Inhalt – entweder durch den Nutzer oder durch…
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Von Erwartungen und Intelligenz
Dieses Jahr kann ich leider mal wieder nicht auf der re:publica in Berlin sein. Doch glücklicherweise kann man viele der interessanten Ideen und Themen, die dort diskutiert werden, auch vom heimischen Schreibtisch verfolgen. Heute wurde mir da in erster Linie dieser äußerst interessante Vortrag des selbsterklärten „Ludditen“ tante in die Timeline gespült. Tante ist in meinen Augen einer der schärfsten…
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LLM denken nicht, sie rechnen
Sich selbst zu googlen ist mittlerweile ja schon fast eine Notwendigkeit. #ChatGPT nach Informationen über sich selbst zu fragen, kann hingegen zu etwas verstörenden Ergebnissen führen. So schreibt der Bot nach der entsprechenden Frage von Alexander Hanff: „Tragically, Hanff passed away in 2019 at the age of 48“ Dieser erfreut sich jedoch bester Gesundheit – sonst fiele es ihm wohl…
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Das Gespenst des ChatGPT
Die Euphorie rund um das neue „KI“-System #ChatGPT ist groß: Hoffnungen auf eine wahre künstliche Intelligenz erhalten neuen Schwung. Journalistinnen und andere Autorinnen fühlen sich berufen, über das Ende diverser Jobs zu spekulieren und generell ist – mal wieder – die Rede von einer Zeitenwende. Glücklicherweise gibt es aber auch einen realistischeren Blick auf diese Entwicklung, bei der zwei Dinge…