Vergangenheit, Zukunft und die verrückte Zeit dazwischen

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An den Reak­tio­nen auf die Neu­grün­dung der AfD-Jugen­dor­gan­i­sa­tion in #Giessen vor einiger Zeit kon­nte man schön das Grund­prob­lem des deutschen Umgangs mit dem poli­tis­chen Recht­sex­trem­is­mus erken­nen:

Die extremen Aus­sagen in der Halle und all­ge­mein aus dem Umfeld der Partei bleiben unkom­men­tiert und Teil­nehmende wer­den sog­ar mit Polizei-Esko­rte zur Ver­anstal­tung gefahren. Gle­ichzeit­ig wird der zivile Protest zehn­tausender Demonstrant*innen kri­tisiert, weil diese sich der Polizei gewalt­frei(!) wider­set­zen.

Hier zeigt sich – mal wieder –, dass extreme Inhalte, die „ziv­il“ vor­ge­tra­gen wer­den, in der gesellschaftlichen Diskus­sion höher geschätzt wer­den, als zivile Inhalte, die mit „extremen“ Meth­o­d­en vor­ge­tra­gen wer­den.

Das passt gut zu dem, was Nas­rin Amirsedghi über unsere „far­blose Demokratie“ schreibt. Und auch in der Nutzung von KI sehen wir, dass „Form“ in unser­er Gesellschaft aktuell mehr zählt, als der konkrete Inhalt.

Fediverse reactions

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