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Kanon-Philosophen konnten Neues einbauen ohne Altes zu zerstören
Ein grundlegendes Problem bei unserem Verständnis von Geschichte ist, dass wir sie nur im Rückblick verstehen können und dazu neigen, die heutige Situation als notwendiges Produkt dieser Geschichte zu verstehen und alles andere als ebenso notwendige Zwischenschritte. Dasselbe gilt auch für die Ideengeschichte. Deswegen lohnt sich ein Blick auf die Philosophen (leider fast keine *innen), die heute als Kanon gelten.…
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Aufklärung löst Trennung zwischen Mensch und Natur nicht auf
Im Gegensatz zur gängigen Interpretation führte die Aufklärung nicht zu einer Ablösung religiöser Ideale und Weltvorstellungen. Sie nahm lediglich das etablierte christliche Weltbild und änderte das rechtfertigende Narrativ. Es blieb bei der scharfen Trennung zwischen „Mensch“ und „Natur“, nur dass das entscheidende Kriterium nicht länger die Seele war, sondern die Vernunft. Auch der Konflikt zwischen diesen beiden Ebenen und der…
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Zwischen Rechtfertigung des Alten und Heterodoxie im Umgang mit dem Wandel
Ein Thema, das sich besonders durch den zweiten Teil des Buches zieht, ist der Umgang mit der Widersprüchlichkeit zwischen neuen, empirisch-basierten wissenschaftlichen Ideen und dem weiterhin vorherrschenden Christentum. Auf der einen Seite gab es einen „moderaten Mainstream“, wie ihn Jonathan Israel nennt, der heute als philosophischer Kanon der wissenschaftlichen Revolution gilt. Autoren wie Renè Descartes nutzen ihr beachtliches intellektuelles wie…