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Lieblingsfragen geben Wissen und Gedanken Struktur
Ich lese viel, denke viel und schreibe seit einigen Wochen auch wieder ein bisschen mehr. Ich habe aber gleichzeitig nicht das eine Thema, die eine Disziplin, in der ich mich bewege, sondern fühle mich schon immer zwischen den fachlichen Stühlen am wohlsten gefühlt – an den Schnittstellen, den Bruchkanten, den wechselseitigen blinden Flecken. Wie bekommt man diese vielen Gedanken, Ideen…
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Vom Wissen zum Handeln [Essay]
Was ist eigentlich dieses ominöse „Wissen“? Wer mit Holz arbeitet, sollte wissen, welche Arten von Holz es gibt, welche Eigenschaften es besitzt und wie man am besten mit ihm arbeitet. Wissen wir das über das Wissen als das Material, mit dem wir arbeiten? Eine Annäherung an das Wissen stellt die Frage, ob es „objektiv“ und „richtig“ sein kann oder letztlich…
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Die Entropie von Lesen, Denken und Schreiben
Seit einiger Zeit schwirren mir ein paar Gedanken zum Verhältnis zwischen dem Schreiben, dem Lesen, dem Denken und dem Notizen-Machen im Kopf herum und welche Rolle die physikalische Idee der Entropie spielen könnte, um diese Prozesse und ihre Wechselwirkungen besser zu verstehen. Anlass dazu ist der wirklich großartige Roman Maxwell’s Demon von Steven Hall, um den es genau um den…
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Wissensarbeiter sollten ihr Werkzeug ernst nehmen
Im Vergleich zwischen Wissensarbeit und klassischem Handwerk, gilt das klassische Handwerk oft als weniger „wert“ oder weniger angesehen. Es wird seltener in den Medien thematisiert und oft als Selbstverständlichkeit, die zu funktionieren hat, wahrgenommen. Daraus resultiert dann aber auch, dass Wissensarbeiter:innen die Arbeitsmethoden des klassischen Handwerks gering schätzen und davon ausgehen, hier wenig für die eigene Arbeit lernen zu können.…
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Bei Informationen und Wissen sollten wir klar zwischen Flüssen und Lagern unterscheiden
Wenn wir darüber nachdenken, auf welche Weise Informationen strukturiert und geordnet werden können, gibt es zahlreiche unterschiedliche Ansatzpunkte. Ein Ansatzpunkt, der gerade im Internet immer wichtiger geworden ist, ist die zeitliche Dimension. In den letzten Jahren hat sich das Internet von einer Sammlung statischer Informationen immer mehr in Richtung von zeitlich strukturierten Nachrichtenströmen entwickelt. Dabei ist dies keineswegs immer die…
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Lesende sollten öfter neben den Strom treten
Der Strom ist in erster Linie für den Konsum gedacht. Leser*innen stehen an seinem Rand und schauen, was jetzt gerade Interessantes an ihnen vorüber schwimmt. Durch einen Garten hingegen kann man schlendern, wann immer man gerade will. Dabei bleibt vieles über die Zeit hinweg bestehen, manches verändert sich aber auch. Es wächst und gedeiht. Ein Garten ist also entschleunigt und…
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Digitale Gärten sind eine Möglichkeit, komplexe Inhalte neben dem Strom zu platzieren
Digitale Gärten sind ein Gegenentwurf zum Bloggen, der nicht fertige Texte und den Kampf um Aufmerksamkeit und Leser:innen in den Mittelpunkt stellt, sondern das langsame und schrittweise Entwickeln von Gedanken und den Aufbau von Wissen. Sie sind damit eine Gegenreaktion auf die Organisation des Internets als Strom. Sie schließen an die Gestalt der klassischen Homepage an, die nicht als Sammlung…
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Das Internet ist zunehmend als Strom organisiert und das hat schwerwiegende Nachteile
Dadurch, dass Blog-Software so verbreitet und so einfach zu bedienen ist (und war), hat sie die Grundstruktur des Webs maßgeblich geprägt. Da Blogs auf einer umkehrten chronologischen Reihenfolge basieren, wurde dieses Format zum de-facto-Standard im Netz, auf dem jetzt auch die sozialen Medien und in gewissem Maße journalistische Publikationen basieren, schreibt Amy Hoy in How the Blog Broke the Web.…
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Einfache Übungen können auch für Wissensarbeiter grundlegende Technik trainieren
Ein beliebter Vorwurf gegenüber der Schule ist, dass scheinbar sinnlose Wiederholen grundlegender Tätigkeiten, wie zum Beispiel das Abschreiben eines Textes oder das Auswendiglernen eines Gedichts. Vielleicht kann man diese Punkte aber auch ein wenig anders framen: Wenn Sportler:innen oder Musiker:innen trainieren – egal auf welchem Niveau – nutzen sie immer auch Übungen, die grundlegende Bewegungsabläufe oder Fähigkeiten wiederholen. Sei es…
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Wissensarbeiter unterschätzen die Parallelen zum klassischen Handwerk
Im Vergleich zwischen Wissensarbeit und klassischem Handwerk, gilt das klassische Handwerk oft als weniger „wert“ oder weniger angesehen. Es wird seltener in den Medien thematisiert und oft als Selbstverständlichkeit, die zu funktionieren hat, wahrgenommen. Daraus resultiert dann aber auch, dass Wissensarbeiter:innen die Arbeitsmethoden des klassischen Handwerks gering schätzen und davon ausgehen, hier wenig für die eigene Arbeit lernen zu können.…
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Die Plagiatsdebatte hat der Vermittlung wissenschaftlichen Arbeitens einen Bärendienst erwiesen
Vor ein paar Jahren waren Techniken wissenschaftlichen Arbeitens in aller Munde: Prominente Politiker wie Karl-Theodor zu Guttenberg und Annette Schavan waren erwischt worden, wie sie in ihren Doktorarbeiten nicht ausreichend sauber gearbeitet hatten. Mit gravierenden Konsequenzen: sie verloren nicht nur öffentliches Ansehen sondern auch Titel und Ämter. Die Debatte fiel in die Zeit, in der an den Universitäten die im…
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Wissenschaftliches Schreiben als Handwerk
Nachdem ich mich jetzt nicht „nur“ im Netz, sondern auch hauptberuflich mit dem wissenschaftlichen Arbeiten und Schreiben in all seinen Facetten auseinandersetze, nutze ich die äußerst spannende Blogparade von Natascha Miljkovic dazu, mal ein paar Gedanken zur Rolle wissenschaftlichen Arbeitens und seiner Vermittlung festzuhalten. Wissenschaftliches Schreiben ist mehr als theoretische Überlegung und empirische Untersuchung: Wissenschaftliches Schreiben ist ein Handwerk, in…