Schlagwort: Sprache

  • „Liberal“ – ein gefährliches Teekesselchen

    Teekesselchen sind per­fek­te Unter­hal­tung für sprach­in­ter­essierte Kinder: das­selbe Wort, zwei Bedeu­tun­gen, die auf den ersten Blick nichts miteinan­der zu tun haben. Für gesellschaftliche Diskurse sind Teekesselchen hinge­gen brandge­fährlich, weil ver­schiedene Men­schen das­selbe Wort benutzen, aber fak­tisch unter­schiedliche Dinge damit meinen. Schon länger kur­siert online das Meme über das Wort Respekt, das ich hier mal para­phrasiere: Respekt kann sich darauf beziehen,…

  • KI-Trainingsdaten verändern englische Sprache und wirken dadurch rassistisch

    Die Sprache der „kün­stlichen Intel­li­genz“ ist (aktuell?) Englisch. Doch nicht irgen­dein Englisch. Vielmehr sind die Pro­duk­te der KI geprägt von dem Englisch, das im Train­ing­sprozess genutzt wird. Der Guardian berichtet nun, dass hier ein spezieller Mech­a­nis­mus am Werk ist, der let­ztlich mal wieder auf ras­sis­tis­ch­er Aus­beu­tung basiert und ras­sis­tis­che Struk­turen repro­duziert. In der let­zten Zeit sind einige sprach­liche Mark­er aufge­fall­en,…

  • Kollektives Denken braucht Sprache

    Während mir die Darstel­lun­gen von Erik Hoel zur intrin­sis­chen Per­spek­tive dur­chaus plau­si­bel erscheinen, klin­gen sie doch auch sehr nach der mit­tler­weile wider­legten Sapir-Whorf-Hypothese, dass wir nur die Dinge denken und fühlen kön­nen, für die wir auch eine Sprache haben. Eine Lösung für diesen Wider­spruch kön­nte darin zu find­en sein, zwis­chen einem indi­vidu­ellen Denken und einem kollek­tiv­en oder zumin­d­est exter­nal­isierten Denken…

  • Symbolische Sprache ist nicht notwendig für „Intelligenz“

    Neben der „The­o­ry of Mind“ gibt es einen weit­eren Aspekt, der bei der Bew­er­tung nicht-men­schlich­er Intel­li­genz oft herange­zo­gen wird, der beim näheren Hin­se­hen aber in erster Lin­ie auf eine über­mäßige Men­schzen­trierung hin­weist – und möglicher­weise sog­ar auf eine schon beim Men­schen unangemessene: die Sprache. Frans de Waal for­muliert in seinem Buch Are We Smart Enough To Know How Smart Ani­mals…

  • Bestie oder Virus? Wie die Sprache unser Denken prägt

    Die alljährliche Diskus­sion um das „Unwort des Jahres“ macht deut­lich, dass Sprache mehr ist als ein neu­trales Werkzeug, mit dem wir Infor­ma­tio­nen von ein­er Per­son zur näch­sten über­tra­gen. Vielmehr ist die Sprache ganz eng mit unserem Denken und unserem Han­deln verknüpft. Ob jedoch die Sprache Voraus­set­zung für das Denken und wie stark sie unsere Sicht auf die Welt prägt, ist…