Schlagwort: Lernen

  • Es ist nur konsequent, dass sich Unis mit KI selbst zerstören

    Aus den USA kom­men die ersten Berichte von Uni­ver­sitäten, die viel Geld in „Kün­stliche Intel­li­genz“ investieren und gle­ichzeit­ig men­schliche Dozent*innen kündi­gen und ganze Stu­di­en­pro­gramme abschaf­fen. Dabei macht Ronald Purs­er eine beun­ruhi­gende Beobach­tung: the very pro­grams best equipped to study the social and eth­i­cal impli­ca­tions of AI were being defund­ed, even as the uni­ver­si­ty pro­mot­ed the use of OpenAI’s prod­ucts across…

  • Ideal der Bildung war schon vor ChatGPT kaputt

    Auch wenn wir jet­zt Chat­G­PT dafür ver­ant­wortlich machen, dass Studierende nicht mehr in erster Lin­ie ler­nen, son­dern jede mögliche Abkürzung nehmen, um Prü­fun­gen gut zu beste­hen, war das Ide­al der Bil­dung um der per­sön­lichen Entwick­lung willen schon vorher zer­stört. The ide­al of col­lege as a place of intel­lec­tu­al growth, where stu­dents engage with deep, pro­found ideas, was gone long before…

  • Vernetztes Denken braucht Auswendiglernen

    In Zeit­en dün­ner Regeln und abstrak­ter Kom­pe­ten­zen hat das Auswendigler­nen einen schw­eren Stand: Es gilt als ver­al­tet, da man doch alles ohne­hin nach­schla­gen kann und diverse Werkzeuge uns in unserem alltäglichen Leben und Arbeit­en unter­stützen. Während das Ler­nen man­i­fester Fak­ten wie dem Ein­maleins oder den sechzehn Bun­deslän­dern noch halb­wegs akzep­tiert ist, ger­at­en konkrete Jahreszahlen oder gar Gedichte oder Geschicht­en an…

  • KI verhindert Lernen und zerstört Kompetenz

    Die Kun­st ist ein Bere­ich, in dem man beson­ders gut über die Unter­schiede zwis­chen men­schengemacht­en und maschinell gener­ierten Arte­fak­ten nach­denken kann. Dies tut Ted Chi­ang mal wieder auf seine unnachahm­lich pointierte Weise in seinem rel­a­tiv neuen Artikel Why A.I. Isn’t Going to Make Art. Er schließt dabei unmit­tel­bar an die Argu­mente an, die ich hier auch schon for­muliert habe: KI-Kun­st…

  • Tiere lernen im hohen Maße sozial

    Das wis­senschaftliche Vorge­hen bei der Mes­sung von Intel­li­genz und Lern­fähigkeit bei nicht-men­schlichen Tieren hat ein grundle­gen­des Prob­lem: Es set­zt darauf, dass Tiere von Men­schen ler­nen, während diese in ihrem eigentlichen Leben­sraum im Nor­mal­fall von Artgenossen ler­nen. Dabei geht es nicht nur darum, dass der Lern­prozess an sich bess­er funk­tion­iert, son­dern auch darum, dass das Ler­nen bei zahlre­ichen Tier­arten eine starke…

  • Auch Wissensarbeit braucht Training

    Ein beliebter Vor­wurf gegenüber der Schule ist, dass schein­bar sinnlose Wieder­holen grundle­gen­der Tätigkeit­en, wie zum Beispiel das Abschreiben eines Textes oder das Auswendigler­nen eines Gedichts. Vielle­icht kann man diese Punk­te aber auch ein wenig anders fra­men: Wenn Sportler*innen oder Musiker*innen trainieren – egal auf welchem Niveau – nutzen sie immer auch Übun­gen, die grundle­gende Bewe­gungsabläufe oder Fähigkeit­en wieder­holen. Sei es…

  • Was Studierende über das Wissen denken [Vortragsnotizen]

    Auch wenn es sel­ten expliz­it gemacht wird, ste­ht ein Begriff im Zen­trum des Lebens an der Hochschule: „Wis­sen“. Deswe­gen wid­me­ten sich Brigitte Röm­mer-Nossek, Fra­no P. Ris­mon­do und Eri­ka Unter­per­tinger von der Uni­ver­sität Wien der Frage, was Studierende eigentlich über das „Wis­sen“ denken und wie diese per­sön­lichen Epis­te­molo­gien in die Ver­mit­tlung wis­senschaftlichen Denkens und Schreibens einge­bun­den wer­den kön­nen. Ihrer Ansicht nach…