Das war es nun also: 4 Bände in rund zwei Monaten – fast 4000 Seiten. Es muss schon etwas heißen, wenn ich in diesem Tempo durch eine Buchreihe jage. Die ersten drei Bücher habe ich hier ja auch schon rezensiert und ich muss sagen, Liu liefert auch im vierten und letzten Band seiner Silkpunk-Reihe einfach sagenhaft ab.
Das Buch schließt in der Geschichte nahtlos an den dritten Band The Veiled Throne an. Es gibt neue Drehungen und Wendungen, von denen ich hier aber nichts schreiben kann, um die ersten drei Bände nicht zu spoilern. Während der erste Band im Kern die Vorgeschichte der eigentlichen Handlung erzählt, Band zwei uns weiter in die Welt hineinzieht und den eigentlichen Konflikt anlegt, spielen die Bände drei und vier virtuos auf dem bereiteten Spielfeld.
Während der dritte Band sich thematisch in großen Teilen um den Krieg als Thema dreht, nimmt der vierte etwas stärker den Aufbau einer stabilen Gesellschaft in unsicheren Zeiten in den Blick. Es gibt aber natürlich auch wieder große Schlachten und eindrucksvolle Kämpfe mit faszinierenden technischen Erfindungen in dieser asiatischen Version des Steampunk. Dabei habe ich mich nicht nur einmal massiv an die geniale Szene mit dem menschlichen Computer in Cixin Lius Roman „The Three-Body Problem“ erinnert, der ja von Ken Liu ins Englische übersetzt wurde.
Speaking Bones ist ein mehr als würdiger Abschluss – zwar mit der einen oder anderen kleineren Länge – aber wer geglaubt hat, Liu würden nach mehr als 3000 Seiten die Ideen ausgehen, der hat sich massiv getäuscht.

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