Vergangenheit, Zukunft und die verrückte Zeit dazwischen

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Den Entwick­lungss­chub, den Europa in der frühen Neuzeit nahm, erk­lärt Philipp Blom mit der spez­i­fis­chen poli­tis­chen Land­schaft auf dem Kon­ti­nent. Durch die Zer­split­terung in viele unter­schiedliche Reiche, standen die Herrschen­den unter dem kon­tinuier­lichen Druck, auf neue Entwick­lun­gen zu reagieren und sich weit­erzuen­twick­eln – im Gegen­satz z. B. zu Chi­na:

Der Refor­m­druck war durch die Krise der Land­wirtschaft über­all gestiegen, aber in einem Reich mit einem einzi­gen Herrsch­er kon­nte er über Jahrzehnte ignori­ert wer­den, wenn dieser Herrsch­er sich als nicht geeignet erwies. Auch in Europa gab es zur sel­ben Zeit mehrere unfähige Herrsch­er, aber nur wenige Tages­reisen ent­fer­nt trieben rival­isierende Mächte ihre Entwick­lung fort und war­ben gegebe­nen­falls die fähig­sten Köpfe des stag­nieren­den Hofes ab, ein Schick­sal, das zum Beispiel die spanis­chen Hab­s­burg­er im 16. Jahrhun­dert ereilte.

Auch die vie­len kleineren und größeren Kriege in Europa tru­gen zu der Entwick­lung auf so vie­len Ebe­nen bei:

Eine zen­trale Rolle in der Frage der europäis­chen Dom­i­nanz spielt von Anfang an die schöpferische Zer­störung des Krieges, für den europäis­che Staat­en im Gegen­satz zu Chi­na oder Japan und Indi­en häu­fig mehr als zwei Drit­tel des Staat­shaushalts aus­gaben. Das spornte tech­nol­o­gis­che und wis­senschaftliche, wirtschaftliche, admin­is­tra­tive und sog­ar (pro­pa­gan­dis­tisch) kün­st­lerische Weit­er­en­twick­lung an und machte kreative Köpfe auf dem ganzen Kon­ti­nent begehrt und gut bezahlt.

Quellen

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