Ganz viel Weltall [Medienmenü 2/2017]

Da sich so langsam die Routine für das neue Jahr einstellt, werde ich so langsam wieder etwas bescheidener, was meinen Medienkonsum angeht. Daher gibt es heute „nur“ einen Roman, zwei TV-Serien und ein PS4-Spiel.

Angefangen: Seveneves von Neil Stephenson (Roman)

Ich habe es mal wieder getan und mich an einen Roman von Neal Stephenson gewagt. Wenn es um ein Generationenschiff geht, kann ich doch einfach nicht widerstehen. Und nachdem ich jetzt einige Romane von Kim Stanley Robinson gelesen und für sehr gut befunden habe, gehe ich einfach “nur” einen Schritt weiter.

Bislang hat mich Stephenson auch nicht enttäuscht. Ja, seine Erzählweise ist behäbig und an vielen Stellen technisch extrem detailliert, aber er kann das halt. Zumindest in diesem Roman. Trotz Erläuterungen zur Funktionsweise eines Kühlsystems oder eines strukturellen Gerüsts für eine Raumstation schafft er es, die Geschichte voranzutreiben und seine Figuren zu entwickeln.

Das Setting ist aber auch eindrucksvoll: Eines Tages zerbirst ohne Vorwarnung der Mond und kurz darauf steht fest, dass seine Teile in knapp zwei Jahren auf die Erde stürzen werden. Das Leben auf der Oberfläche wird dann unmöglich sein. Es bleibt also wenig Zeit, möglichst vielen Menschen ein Zuhause im All zu geben.

Angefangen: Star Trek. The Next Generation, Staffel 1 (TV-Serie)

Nach meiner Reise mit der ersten Enterprise mache ich mich jetzt mit Picard, Riker und Co auf in eine neue Generation. Und es ist eine komplett neue Generation, der man den technischen, sozialen und erzählerischen Fortschritt glücklicherweise anmerkt. Ich weiß nicht, wie viele verführerisch-böse Frauenfiguren in knappen Glitzeroberteilen ich noch ertragen hätte…

Die Figuren wachsen mir so langsam ans Herz und in einer der Folgen habe ich dann auch verstanden, warum Sheldon Cooper eine so große Faszination für Wesley Crusher, bzw. Wil Wheaton, hegt. Auch Data als Sherlock Holmes war einfach nur ein großartiges Detail. Es wird einige Zeit brauchen, bis ich mich durch die mehr als 170 Folgen geschaut habe, aber ich habe ja Zeit…

Abgeschlossen: The Expanse, Staffel 1 (TV-Serie)

Kurz bevor am 1. Februar die zweite Staffel erscheint, sind wir dann auch mit der ersten Staffel der Serie The Expanse durch, die auf dem Roman Leviathan erwacht von James S.A. Corey basiert. Genauer gesagt, erzählt sie die erste Hälfte dieses Romans. Die Geschichte hält sich dabei – soweit ich mich erinnere – nah am Buch und ist technisch aufwändig, wenn auch nicht überragend, umgesetzt.

Es ist besonders spannend zu sehen, wie die Figuren am Anfang ihrer mittlerweile über sechs Bücher andauernden Reise aufgestellt sind, da ich mittlerweile zumindest fünf dieser Bücher gelesen habe. Und es würde mich doch sehr freuen, wenn die Geschichte auch auf dem Bildschirm über den ersten Roman hinaus erzählt wird, auch wenn ihr vermutlich kein so gigantischer Erfolg wie Game of Thrones beschieden ist.

Gespielt: Uncharted 4 (PS4-Spiel)

Mittlerweile bin ich immerhin im neunten Kapitel (von wohl 21) angekommen und das Spiel macht mir immer noch großen Spaß. Wobei es mir oft dann doch eher als interaktiver Film erscheint, bei dem ich halt die Figuren bewege, Gegner ausschalte und Rätsel löse. Wirkliche Freiheit habe ich da nicht und die Level bieten bislang auch eher die Illusion einer offenen Welt – wobei ich mir nicht so sicher bin, dass ich das wirklich schlimm finde. Spiele sind dann halt doch auch irgendwo Entspannung.

Immerhin komme ich ganz langsam immer besser mit dem Controller zurecht. Da fehlte mir ja vorab jede Erfahrung und am PC bin ich damit außer bei Rocket League nie richtig warm geworden. An der PS4 fühlt sich das allerdings wesentlich natürlicher an.

Nils Müller
bringt nicht nur anderen Schreiben bei, sondern schreibt auch selbst leidenschaftlich gerne. Als Soziologe interessiert er sich für die Gesellschaft genauso wie für Wissenschaft und die Frage nach dem guten Leben. Er lebt und liest in Dortmund, Bielefeld und auf dem Weg im ICE. Mehr zu ihm gibt es unter nilsmueller.info

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