Lesewoche 30/2016

Nachdem ich das Lesetagebuch des guten Roland immer gerne verfolge, breite ich doch auch mal ein wenig meine eigene Lektüre aus. Diese Woche habe ich mich im Urlaub mit einem neuen Comic, zwei Romanen und einem in London entdeckten Sachbuch unterhalten.

Abgeschlossen: Ninefox Gambit von Yoon Ha Lee (Roman)

Mit vielen Vorschusslorbeeren versehen, bin ich mit diesem Buch nicht warm geworden und so hat sich die Lektüre ungewöhnlich lange hingezogen. Diese Woche habe ich die Geschichte aber dann doch abgeschlossen.

Die Welt des Romans blieb mir über die gesamte Strecke zu fremd und so konnte ich weder eine Beziehung zu den Figuren aufbauen noch die vermutlich sehr cleveren militärisch-taktischen Manöver nachvollziehen. An einigen Stellen wartete der Roman aber mit durchaus spannenden Szenen auf.

Begonnen und abgeschlossen: Red Rising von Pierce Brown  (Roman)

Endlich habe ich den Roman gelesen, der schon lange auf meiner „irgendwann mal“-Liste stand. Und es hat sich geloht. Pierce Brown erzählt die Geschichte eines Bergarbeiters auf dem Mars, der sich gegen das strenge Kastenwesen auflehnt und dabei eine Menge Überraschungen erlebt.

Der Roman greift Versatzstücke aus zahlreichen bekannten Geschichten auf und liest sich teilweise wie eine Mischung aus „Lord of the Flies“, „Hunger Games, „Harry Potter“ und „Ender’s Game“, erzählt dabei aber sehr flott und gut geschrieben eine eigenständige Geschichte. Den zweiten Teil, „Golden Son“, werde ich mir sicherlich demächst auch zu Gemüte führen.

Begonnen und abgeschlossen: Nowhere Men. Fates Worse Than Death (Comic)

Nachdem wir in Edinburgh den Comic-Laden „Forbidden Planet“ entdeckt hatten, konnte ich der Versuchung, mal wieder ein paar Comics zu lesen, nicht widerstehen. Eine dieser Neuerwerbungen habe ich dann auch gleich gelesen: „Nowhere Men“ von Eric Stephenson, Nate Bellegarde, Jordie Bellaire und Fonografiks.

Der erste Band erzählt die Geschichte von vier Wissenschaftlern, die mit ihren Erfindungen die Welt verändert haben und zu Rockstars geworden sind.  Mit ihrer World Corp. haben sie zudem ein riesiges Imperium aufgebaut. Diese Zusammenarbeit ist aber nur von kurzer Dauer und das Imperium zerbricht. Und dann ist da noch diese geheime Raumstation…

Ein faszinierender Comic, der seine komplexen Geschichten nicht durchgehend erzählt, sondern in kurzen Comic-Schnipseln sowie fiktiven Zeitungsartikeln, Interviews und Buch-Ausschnitten. Zu schade, dass der zweite Band erst im November erscheint. Ich hoffe, dass die Autoren es schaffen, die ganzen anlegten Geschichten tatsächlich zuende zu erzählen…

Begonnen: The Hidden Pleasures of Life von Theodore Zeldin (Sachbuch)

Wenn das Inhaltsverzeichnis eines Buchs Fragen aufwirft wie „What is the great adventure of our time?“, „How does one acquire a sense of humor?“ oder „What can replace the shortageof soul-mates?“, kann ich daran einfach nicht vorbeigehen.

Und dann hatte der Autor (oder der Verlag?) auch noch die geniale Idee, die Kopfzeile nicht für die ewiggleiche Wiederholung des Buch- oder Kapiteltitels zu nutzen, sondern für eine Zusammenfassung des zentralen Punkts der Seite in drei oder vier Worten.

Das erste Kapitel macht auf jeden Fall schon sehr viel Lust auf mehr…

Wie geht es weiter?

Die zweite Urlaubswoche wird auf jeden Fall auch wieder sehr lektüre-reich. Das Buch von Zeldin werde ich mir auf jeden Fall ausführlicher anschauen und natürlich das gerade erschienene „Harry Potter and the Cursed Child“. Vermutlich wird es außerdem den Roman „Ink and Bone“ von Rachel Caine geben und den ersten Band der Comic-Reihe „Black Science“. Ich werde berichten.

Nils Müller
bringt nicht nur anderen Schreiben bei, sondern schreibt auch selbst leidenschaftlich gerne. Als Soziologe interessiert er sich für die Gesellschaft genauso wie für Wissenschaft und die Frage nach dem guten Leben. Er lebt und liest in Dortmund, Bielefeld und auf dem Weg im ICE. Mehr zu ihm gibt es unter nilsmueller.info

Ein Kommentar

  1. 26. August 2016

    […] der gute Weltenkreuzer informiert seit kurzem allwöchentlich über seinen aktuelle Lektüre. […]

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