Autor: Nils Müller

Uncharted 4

Muslimische Superheldin und Weihnachtsgeschenk an mich selbst [Medienmenü 49-52/2016]

So ist das über die Feiertage: Man kommt viel zum Lesen und zum Schauen, aber leider nicht wirklich zum Schreiben. Aber es waren schöne Tage und ich hoffe, ihr seid mindestens ebenso gut in das neue Jahr gekommen. Lassen wir uns mal überraschen, was es bringt. Auf jeden Fall werden es an dieser Stelle wieder ganz viele Bücher, Filme, Theaterstücke, Serien, Comics und – nach meinem Weihnachtsgeschenk an mich selbst – auch PlayStation-Spiele sein.

Gelesen: The Magic of Recluce von L.E. Modesitt (Roman)

The Magic of Recluce von L.E. ModesittAuch die restlichen 35 Prozent des ersten Bandes der etwas älteren Fantasy-Reihe haben mich nahezu vollständig überzeugt, wenn auch nicht ganz so aus den Socken gehauen, wie die ersten 65. Modesitt schafft es weiter, seine Welt lebendig, abwechslungsreich und glaubwürdig zu schildern und entwickelt auch die Hauptfigur kontinuierlich und eindrucksvoll weiter. Dabei bleibt das Thema der Balance zwischen Ordnung und Chaos allgegenwärtig und es hat überraschende Konsequenzen.

Als einzigen Kritikpunkt würde ich das Ende ansehen, also nicht das Ende des Romans sondern den entscheidenden “Bossfight”, der mir dann doch ein wenig zu schnell über die Bühne ging. Das fühlte sich irgendwie zu einfach und zu sehr nach Deus-Ex-Machina an. Da ich jetzt schon wieder anfange, die Details der Handlung zu vergessen, sollte ich mit dem zweiten Band aber nicht zu lange warten…

Gelesen: The Watchmaker of Filigree Street von Natasha Pulley (Roman)

Über Weihnachten habe ich mich dann mal an das hochgelobte The Watchmaker of Filigree Street von Natasha Pulley gesetzt. Ich mag ja die viktorianische Steampunk-Ästhetik sehr gerne und auch wenn mich das entsprechende literarische Genre bislang noch nicht vollends überzeugen konnte, muss ein Blick natürlich immer wieder sein.

Es geht also – mal wieder – in das London am Ende des 19. Jahrhunderts. Eine Bombe explodiert und der Funker Nathaniel Steepleton wird in einen Strudel von Ereignissen gesogen, der ihn bis in die im Niedergang begriffene japanische Aristokratie führt. Ihm ist nämlich eine Uhr “zugelaufen”, die ihn vor der Explosion warnt und so sein Überleben sichert.

Die Spur dieser Uhr führt ihn zu dem Uhrmacher Keita Mori, der – wie es der Titel vermuten lässt – in der Filigree Street lebt. Zwischen dem intelligenten Steepleton und dem exzentrischen aber genialen Uhrmacher entwickelt sich eine Freundschaft, die bald zum Kristallisationspunkt großer Ereignisse wird.

Mir ging es mit diesem Roman wie mit den meisten anderen Steampunk-Romanen auch: er hat alles, was ich an Romanen mag, aber irgendwie macht es nicht ‘klick’. Wer das Genre mag, der wird in The Watchmaker of Filigree Street aber sicher ein Highlight finden.

Gelesen: Ms. Marvel, Vol 1 & 2 von G.Willow Wilson (Comic)

Alle paar Wochen gibt es bei Amazon-Tochter und Comicplattform Comixology einen verführerischen Sale, der meine Comic-Bibliothek schlagartig anwachsen lässt. Dieses Mal waren es die Marvel-Sonderangebote, die mich dazu veranlasst haben, mich mal vorsichtig in das Superhelden-Universum vorzutasten. Und zwar – auf Empfehlung von @reumeier – mit der neuen Ms. Marvel.

Ein 16-jähriges muslimisches Mädchen ist auf den ersten Blick eine sehr ungewöhnliche Wahl für eine Superheldin, aber die Autorin G. Willow Wilson hat sich eine ganze Menge dabei gedacht. Kamala steht damit nicht nur für Jugendliche, die ihren Platz in der Welt suchen, sondern eben auch für die ganz besondere Spannung zwischen einer eher konservativen muslimischen Familie und dem modernen amerikanischen Leben.

Diese Themen greifen dann auch die ersten beiden Bände gleich auf und vermischen sie mit einer gehörigen Portion Selbstreferenz, wenn Kamala ihre Vorgängerin als Ms. Marvel und andere Superhelden anhimmelt. Sie wünscht sich, selbst so schön und stark zu sein und so ihrem grauen Leben zu entfliehen. Doch als ihr dieser Wunsch unverhofft gewährt wird, merkt sie, dass sie nun endgültig zur Außenseiterin geworden ist. Nun eben auch noch mit einem Doppelleben.

Wilson schafft es dabei ganz hervorragend, die Balance zwischen nerdigem Humor und ernsthaft-melancholischen Momenten zu halten und setzt damit meine Messlatte für Marvel-Comics verdammt hoch. Band 3, 4 und 5 sind auf jeden Fall schon gekauft.

Gesehen: Rogue One. A Star Wars Story (Kinofilm)

Es scheint ja, ein “Alle Jahre wieder” zu werden und wie schon Episode VII hat mich auch der erste eigenständige Film aus dem Star-Wars-Universum voll überzeugt. Die Geschichte um Jyn Erso und eine versprengte Gruppe Rebellen schließt nicht nur eine wichtige Logik-Lücke in der ursprünglichen Trilogie, sondern funktioniert auch als eigenständiger Film: dunkler und ernsthafter als man es aus dem doch meist familienfreundlichen Franchise kennt.

Dabei kommt der Humor zwar nicht zu kurz, tritt jedoch meist eher in der Gestalt eines “Comic Relief” auf, der die bedrückende Atmosphäre kurzzeitig etwas auflockert. Selbst beim Ende sind die Macher dieser Marschrichtung treu geblieben, auch wenn sie sie anscheinend zu Beginn nicht getraut hatten. So kann das mit Star Wars weitergehen. Gerne auch im anvisierten Jahresrhythmus.

Gesehen: Gilmore Girls: A Year in the Life (Serie)

10 nach dem Abschluss der ursprünglichen Serie – ok, bei mir war es nur ein knapper Monat – hat Netflix die Geschichte um das beredte Mutter-Tochter-Gespann aufgegriffen und gibt einen Einblick in das erwachsene Leben von Rory und das noch erwachsenere von Lorelai. Dabei haben die Macher den Humor der ursprünglichen Serie durchaus beibehalten können. Ergänzt wird er von einer gewissen stilisierten Absurdität und Surrealität, die ich so in der Originalserie nicht gesehen habe.

Für Fans der Serie ist die Neuauflage sicherlich ohnehin ein Muss (Hier stand mal „Muß“. Nunja, am liebsten mit Apfel…) und auch durchaus befriedigend. Neueinsteiger beginnen aber besser ganz klassisch mit der ersten Folge der ersten Staffel.

Gesehen: The Return of Doctor Mysterio (Dr. Who Christmas Special)

Alle Jahre wieder kommt die Saison der Weihnachts-Specials. Seit einigen Jahren ist dabei natürlich das Special von Dr. Who bei uns Pflichtprogramm. Dieses Jahr war die Geschichte gleichzeitig wirr und so wenig bemerkenswert, dass ich selbst die absoluten Grundlagen schon wieder vergessen habe. Bemerkenswert war eigentlich nur ein potenzieller neuer Companion – anscheinend ein humanoider Roboter. Billy, die eigentliche Companion der nächsten Staffel, ist allerdings noch nicht aufgetaucht.

Ist das Special zu empfehlen? Nicht wirklich, aber das brauche ich auch nicht: Fans werden es sich ohnehin anschauen und Nicht-Fans würden es sowieso nicht verstehen…

Gesehen: Sense8: A Christmas Special (TV-Film)

Ein weiteres mit Spannung erwartetes Weihnachtsspezial gab es von meinem Serienhighlight 2016: der Telepathie-Serie Sense8. Es schließt – nach einem kleinen Zeitsprung – an die Handlung der ersten Staffel an und zeigt, wie die acht Hauptfiguren Weihnachten verbringen. Wie immer, jeder in seiner Welt und doch alle gemeinsam.

Die übergreifende Handlung wird dabei nicht bemerkenswert vorangetrieben, vielmehr stehen die Figuren und ihre Interaktion im Mittelpunkt. Das Special ist damit ein bisschen wie die Zeit zwischen den Jahren: ein wenig das Tempo rausnehmen, in sich gehen, reflektieren und auf das neue Jahr warten. Bei Sense8 beginnt das am 5. Juni mit der 2. regulären Staffel.

Angefangen: Central Station von Lavie Tidhar (Roman)

Irgendwie bin ich gerade etwas träge mit dem Lesen von Romanen. Es gibt einfach so viel anderes Spannendes zu entdecken. Zudem fällt mein aktueller Roman – Central Station von Lavie Tidhar – eher in die Kategorie “anstrengend”.

Tidhar erzählt die Geschichte von verschiedenen Figuren in und um den gigantischen Raumhafen Central Station, der in Tel Aviv im Niemandsland zwischen jüdischen und arabischen Gebieten steht. Dabei strukturiert er seinen Roman aber nicht klassisch, sondern wie ein extrem buntes und vielfältiges Mosaik und überlässt es dem Leser, die Teile zusammenzufügen.

Seine Welt erinnert mich zudem an China Mievielles New Crobuzon, also voll mit seltsamen Wesen und Technologien, die Tidhar allerdings wesentlich weniger erklärt als Mieville. Und mir fällt ja schon schwer, mich in so komplexen fremden Welten zu orientieren, wenn sie gut erklärt sind…

Gespielt: Uncharted 4 (PS4-Spiel)

Eine ganz neue Kategorie für das Medienmenü eröffne ich mit meinem Weihnachtsgeschenk an mich selbst: einer PlayStation 4. Die gab es auch gleich im Bundle mit drei Spielen, wobei mich das hochgelobte Uncharted 4  direkt am meisten interessiert hat.

Für mich ist Uncharted 4 mein erstes Konsolen-Spiel überhaupt, es fehlt mir also ein wenig der Vergleich zu anderen Spielen. Bislang finde ich den Abschluss der Reihe um den kletternden und schießenden Nathan Drake allerdings sehr gelungen. Die Grafiken und Schauplätze sind extrem schön und eindrucksvoll, Regie und Schauspieler könnten sich so auch auf einer Kinoleinwand finden und das Gameplay fühlt sich angenehm flüssig an. Ich brauche allerdings wohl noch eine Weile, bis ich mich an die Zwei-Stick-Steuerung wirklich gewöhnt habe…

Überhaupt ist das Spielgefühl auf dem Sofa vor dem Fernseher deutlich anders als auf dem Bürostuhl vor dem PC-Bildschirm: viel entspannter und viel besser dazu geeignet, einfach den Kopf abzuschalten und die Zeit zu vergessen. Im Gegensatz zum bereits wieder verkauften 3DS könnte die PS4 daher bei mir zum Dauerbrenner werden. Auf meinem Spielestapel warten auf jeden Fall schon FIFA 17, Bloodborne und No Man’s Sky

Verschollenes Eis und absolute Ordnung [Medienmenü 48-49/2016]

Weihnachtszeit… Man würde ja vermuten, dass der kalte Winter mich noch mehr dazu bringt, es mir in meinem Lesesessel bequem zu machen. Doch stattdessen bin ich (gefühlt) nur noch auf Achse. Zwei TV-Serien, zwei Romane, ein Computerspiel und ein Konzert haben es aber immerhin trotzdem auf mein Medienmenü geschafft.

Gesehen: Gilmore Girls, Staffel 7 (TV-Serie)

Da ist sie nun also auserzählt, die ursprüngliche Geschichte von Rory und Lorelai Gilmore und den schrägen aber sympathischen Einwohnern der Kleinstadt Stars Hollow. Die siebte Staffel hatte zwar immer noch den typischen Humor der Serie, wirkte aber wieder erwachsener und an einigen Stellen auch dunkler als vorherige Staffeln. Aber das geht vermutlich nicht anders, den beide Hauptfiguren sind halt auch erwachsen(er) geworden.

Stärker gestört hat mich, dass das Erzähltempo doch massiv zugenommen hat und manche Ereignisse, die in früheren Staffeln noch in einem Bogen über mehrere Folgen erzählt worden wären, hier in einer Folge komprimiert und damit fast schon stilisiert wurden. Ich weiß nicht, ob das bewusst geplant war, oder hier Ideen für mindestens eine weitere Staffel noch mit in die (vorerst) letzte gequetscht werden sollten.

Im großen und ganzen ist die siebte Staffel aber ein würdiger Abschluss dieser wunderbar unterhaltsam-komischen Serie. Demnächst machen wir uns dann an die Neuauflage, auch wenn ich durchaus skeptisch bin, ob man das Rezept einfach so in die Zukunft spinnen kann.

Angefangen: The Expanse, Staffel 1 (TV-Serie)

Nach den zuckerigen Gilmore Girls muss dann mal wieder ein bisschen was Dunkleres her. Und was liegt mir als Science-Fiction-Leser da näher als die filmische Umsetzung der Reihe The Expanse von James S.A. Corey, die gerade bei Netflix gelandet ist?

Die Serie erzählt – wie die Buchreihe – die Geschichte von Erde, Mars und den Beltern – also den Menschen, die auf den Asteroiden arbeiten, um dort Rohstoffe abzubauen, und in Raumstationen leben. Dabei droht ein Zwischenfall mit einem Eis-Frachter, der lebenswichtiges Wasser zu einer Raumstation um Ceres bringen sollte, die Spannungen zwischen Erde und Mars weiter zu verschärfen und einen Krieg auszulösen. Währenddessen ist der Privatpolizist Miller auf der Suche nach der verschwundenen Tochter eines Handelsmagnaten, die mit diesem Zwischenfall in Verbindung stehen könnte.

Die ersten Folgen haben mich auf jeden Fall schon fesseln können, auch wenn ich das zugrunde liegende Buch – Leviathan erwacht – vor einigen Jahren bereits gelesen habe. Set- und Sound-Design sind meist sehr dunkel und dadurch sehr atmosphärisch. Die komplexe Geschichte ist gut eingefangen, die Inszenierung braucht aber ein wenig Zeit zur Eingewöhnung.

Abgebrochen: A Man in Full von Tom Wolfe (Roman)

Man in Full von Tom WolfeAuf eine Empfehlung in dem Buch A Guide to the Good Life von William B. Irvine, habe ich mich mal in die amerikanische literary fiction gewagt und mir diesen Trumm von 750 Seiten vorgenommen. Dabei haben sich mal wieder meine Vorurteile gegenüber diesem Genre bestätigt – positive wie negative.

Tom Wolfe erzählt die Geschichte unterschiedlicher Männer, die an einem Scheideweg stehen: Da ist der Immobilien-Entwickler Crocker, der sich verzockt hat und dessen Imperium unter seinen Füßen zerbröselt. Da ist der Lagerarbeiter Conrad, der seinen Job verliert, und schließlich der schwarze Anwalt White, der einen Fall bearbeitet, welcher die fragile Balance zwischen Weißen und Schwarzen in Atlanta kippen lassen könnte.

Was sind das jetzt also für Vorurteile, von denen ich spreche? Fangen wir mal mit den positiven an: Tom Wolfe greift das Thema des (mehr oder weniger) latenten Rassismus und der sozialen Ungleichheiten in den USA hervorragend auf und lässt seine Hauptfiguren diese Spannungen deutlich wiederspiegeln. Er schafft es zudem, eindrucksvolle Szenen zu erzeugen, die gleichzeitig real und trotz ihrer imposanten Ausstattung theatralisch-inszeniert wirken.

Während Wolfe auf diese Weise eine dichte Atmosphäre schafft, kommt die Handlung leider überhaupt nicht voran. Zu Hälfte des Romans ist noch immer nicht viel passiert, was über die zu Beginn angelegten Ereignisse hinausgeht. Keine Überraschung und – mit einer Ausnahme – keine Entwicklung der Figuren. Da mich zudem die spezifische Situation in Atlanta nicht so sehr interessiert, dass ich dafür zwei weitere Wochen darauf verzichten würde, andere Bücher zu lesen, habe ich den Ausflug beendet.

Angefangen: The Magic of Recluce von L.E. Modesitt (Roman)

The Magic of Recluce von L.E. ModesittVon den Spannungen in Atlanta ging es dann direkt in das magische Reich von Recluce, eine Insel auf der alles seine Ordnung hat und junge Menschen, die sich nicht nahtlos in diese Ordnung einfügen, auf Wanderjahre gehen müssen oder dauerhaft in das Exil geschickt werden. Ein solcher junger Mann ist Lerris, dem Ordnung und Perfektion zu langweilig erscheinen und der deswegen in die weite Welt geschickt wird, um sich selbst zu finden und dabei – möglicherweise – den Wert der Ordnung zu erkennen.

L.E. Modesitts Reihe um das Inselreich Recluce umfasst mittlerweile 18 Romane und scheint mir immer noch so etwas wie ein Geheimtipp zu sein, über den nicht viel gesprochen wird, der aber alle, die ihn lesen, begeistert. So geht es auch mir, der ich diese Reihe schon seit bestimmt 15 Jahren auf meiner “zu lesen”-Liste stehen hatte. Nachdem der Verlag Tor den zweiten Band der Reihe kürzlich verschenkt und den ersten massiv reduziert hat, war es dann aber doch mal an der Zeit.

Und was ich bisher gelesen habe – ca 65 Prozent des ersten Bandes – hat mich sehr überzeugt. Gerade die Welt ist extrem spannend konstruiert. Die Spannung zwischen Ordnung und Chaos wirkt zwar auf den ersten Blick eher generisch, ist aber hervorragend und schlüssig in die Welt integriert. Dabei wirkt diese gleichzeitig lebendig-glaubwürdig und irgendwie stilisiert und auf eine bestimmte Aussage hin ausgerichtet. Gleiches gilt für den Plot, der bislang fast wie ein Lehrstück für die klassische Heldenreise erscheint.

Gespielt: Open Transport Tycoon Deluxe (PC-Spiel)

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Bislang hat Transport Tycoon immer sehr schnell seinen Reiz für mich verloren, weil ich mühsam für jede neue Zugverbindung neue Gleise gebaut habe. Ich hatte nicht wirklich durchschaut, wie ich Gleise und Signale geschickt einsetzen kann, um mehrere Züge über dieselben Strecken fahren zu lassen. Ein kleiner Tipp, den ich online gefunden habe, hat das geändert. Jetzt können sechs Erzminen ein Stahlwerk beliefern und nutzen dabei auf einem Großteil der Strecke dieselben Gleise wie Passagierzüge oder der Warentransport von der Fabrik in die Stadt.

Da sich dadurch auch alle Geldsorgen auflösen, wird das Spiel mehr und mehr zu einem Puzzle, indem es darum geht, sich eigene Ziele zu definieren und möglichst reibungslose Transportketten zu bauen. Ewigkeiten wird mich das wohl auch nicht fesseln können, aber es macht immerhin schon länger Spaß als vorher.

Gehört: impressions électroniques – Marc Romboy reconstructing Debussy (Konzert)

Gestern startete im Konzerthaus Dortmund die Reihe “Konzerte für junge Leute”, bei der die Dortmunder Philharmoniker etwas ungewöhnliche und “jüngere” Wege beschreiten. Beim ersten Konzert dieser Saison hieß es dabei wieder Groove Symphony.

Wie schon in den vergangenen Jahren luden die Dortmunder dazu eine Größe der elektronischen Musik ein, sich mit einem klassischen Werk auseinanderzusetzen und ein entsprechendes Arrangement auf die Bühne zu bringen. Dieses Jahr war es Marc Romboy, der sich Claude Debussy widmete. Es gab also klassische Klangteppiche, die von elektronischen Rhythmen strukturiert wurden. Sehr eindrucksvoll und immer wieder spannend zu sehen, wie musikalische Welten verschwimmen können.

Fremde Sprachen und das gute Leben [Medienmenü 47/2016]

Aktuell ist die Zeit der großen phantastischen Kinofilme. Nachdem letzte Woche Fantastische Wesen erschienen ist – den ich leider immer noch nicht gesehen habe -, war diese Woche Arrival dran, den ich mir im Cinestar in Bielefeld auch gleich anschauen musste. Und ja, das hat sich gelohnt. Außerdem gibt es diese Woche im Medienmenü einen Fantasy-Roman, eine Lebensphilosophie und eine weitere Zombie-Apokalypse.

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Weltreiche und unterschiedliche Atheismen [Medienmenü 42/2016]

Das neue Medienmenü kommt krankheitsbedingt ein wenig verspätet. Das bringt mich aber auch gleich zu der Frage, wann ich das eigentlich am besten schreiben und veröffentlichen sollte. Sonntags – wie bisher – ist im Normalfall praktisch, weil ich einfach die Zeit habe, es zu schreiben. Gleichzeitig kann ich den Sonntag dann aber nicht so gut zum Lesen nutzen und es kommt zu Verschiebungen, wenn ich mal unterwegs bin. Vielleicht probiere ich tatsächlich mal den Montag oder den Dienstag als regelmäßigen Termin aus.

Diese Woche gibt es eine Menge Lesestoff und TV-Serien. Und dann war da natürlich auch noch die sehnlich erwartete Computerspiel-Neuerscheinung…

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Brettspielkampagne, Finanzkrise… [Medienmenü 40/2016]

Bei Computer- und Brettspielen fühlt sich diese Woche ein wenig wie ein Übergang an: Am Donnerstag startet die Spielemesse mit zahlreichen Neuheiten und vermutlich (zu) vielen Neuanschaffungen. Und am 21. Oktober erscheint das lang ersehnte Civilization VI, das nach dem doch etwas enttäuschenden Beyond Earth die alte Sucht hoffentlich wieder entfesseln kann…

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