Einen Schritt zurück

Regelmäßige Besucher werden gemerkt haben, dass sich in den letzten Tagen hier beim Weltenkreuzer wieder einiges verändert hat: eine weniger durchgestylte Optik und ein Aufbrechen des starren Formats der Zusammenfassungen von Sachbüchern. Und warum?

Anfang dieses Jahres hielt ich es für eine gute Idee, den Weltenkreuzer vom Journal meiner persönlichen Leidenschaften zu einem Produkt umzugestalten. Zu etwas, das sich an eine bestimmte Zielgruppe richten und möglicherweise einen Markt bedienen sollte. Doch jetzt, ein halbes Jahr später, habe ich gemerkt, dass es mir immer weniger Spaß gemacht hat, „Content“ für dieses Produkt zu verfassen – genau wie es Maria Popova in dieser großartigen Podcast-Episode beschreibt.

Auch meine Neugier beim Lesen von Sachbüchern ist mehr und mehr einem Gefühl der Arbeit und der Pflicht gewichen. Schließlich hat sich auch das enge Format, das ich mir selbst auferlegt hatte, irgendwie einengend angefühlt. Mir fehlte die Möglichkeit, auch mal einfach ein spannendes Video, einen interessanten Link oder einen kurzen Kommentar zu teilen, ohne dass dieser sofort im reißenden Strom der Social-Media-Echtzeitkanäle untergeht.

Damit wird der Weltenkreuzer wieder zu einem privaten Blog, ohne feste Formate und mit all dem, was mir so über den Weg läuft. Ausführliche Artikel und Argumentationen wird es ebenso geben, wie persönliche Berichte, kurze Kommentare, Links, Videos und was mit sonst noch so spannend erscheint. Damit will ich vor Allem auch wieder ein wenig der ursprünglichen Form des Bloggens frönen und ein wenig den Geist von 2005 am Leben erhalten: das Teilen, Kommentieren und Vernetzen.

Thematisch wird sich hier vermutlich nicht viel ändern: Meinen Schwerpunkt lege ich weiterhin auf Wissenschaft, Gesellschaft und das gute Leben, aber es dürfte persönlicher werden und bunter. Der Weltenkreuzer wird jetzt einfach wieder zu meinem privaten Hub im Netz, zu meiner digitalen Spielwiese auf die ich euch herzlich einlade.

Nils Müller
bringt nicht nur anderen Schreiben bei, sondern schreibt auch selbst leidenschaftlich gerne. Als Soziologe interessiert er sich für die Gesellschaft genauso wie für Wissenschaft und die Frage nach dem guten Leben. Er lebt und liest in Dortmund, Bielefeld und auf dem Weg im ICE. Mehr zu ihm gibt es unter nilsmueller.info

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